…meiner Tochter war heute. Der Abiball war prima, ein schönes Fest. Aber der Weg dorthin war gesäumt von Pleiten, Pech und Pannen. Nein, nicht der Weg der Tochter dorthin, der verlief zügig und durchgängig.
Nein,i ch meine das wörtlich, wenn ich vom Weg dorthin spreche.
Los geht’s mit dem Termin – 5. Juli, denn momentan ist in Berlin Fashion Week, für die ich gebucht war. Als ich das zusagte, hatte ich natürlich überhaupt nicht auf dem Schirm, dass am 5.7. Abiball der Tochter ist. Und natürlich hat das oberste Prorität. Also musste ich mich erstmal bei der Agentur beliebt machen und sagen, dass ich Donnerstag und Freitag quasi nicht arbeiten kann.
Aber Mittwoch abend hatte ich noch einen wichtigen Termin gemacht. Und weil ich Mittwoch 14 Stunden auf der Fashion Week war, war ich abends sehr, sehr müde und habe nicht mehr die Bilder verschickt. Das wollte ich dann am nächsten Morgen machen. Leider war ich am Morgen etwas im Tran und habe die Karten mir dem Bildern gelöscht, bevor ich sie auf meinen Computer überspielt hatte. Also hab ich mir ein Recoveryprogramm runter geladen und versucht doe Bilder wieder herzustellen. Klappt nicht – die Agentur ruft an, wo die Bilder bleiben. Ich werde nervös, muss ich doch mittags zum Zug.
Aber ich lebe ja in Berlin. Da erreiche ich den Bahnhof, die Metro, den Baumarkt und den heißesten Club der Stadt locker mit dem Fahrrad, also kann ich auch zu dem Computerspezialisten, der verlorene Dateien wieder herstellen kann, mit dem Fahrrad fahren.
Und der macht das auch, innerhalb einer Stunde. Wunderbar. Also Bilder gerettet, zur Agentur geschickt und alles ist gut. Den Zug, den ich eigentlich nehmen wollte verpasse ich zwar, aber was ist schon eine Stunde. Dachte ich.
Denn der Zug danach hatte leider, leider auf halber Strecke einen Schaden an der Lok, wir blieben auf der Strecke liegen. Dann fuhr er immerhin noch zum naächsten Bahnhof, von wo aus dann die Regionalbimmelbahn nach Düsseldorf fuhr. „Nur“ eine Stunde Verspätung. Macht schon zwei…
Am Bahnhof schnell ins Taxi, die Straßenbahn braucht zu lange. Dachte ich. Aber leider war der direkte Weg in den Stadteil, wo ich hin musste, wegen einer Bombenentschärfung gesperrt. Und, natürlich, die Umfahrungsstraßen waren völlig überlastet. Also: Noch weiter umfahren. Kost ja nix, ist ja bloß ein Taxi. Einziger Trost: Die Bahn wäre auch nicht durchgekommen.
Aber letzten Endes bin noch angekomen, und alles war gut.
Aber als ich wieder weg wollte fuhr mir einen Bahn vor der Nase weg. Es war 23:40. Naja, dachte ich, shit happens, nimmste die nächste Bahn. 20 Minuten gewartet, anschließend gewundert: Es kam keine Bahn mehr. In Düsseldorf kommt man um 12 Uhr nachts nicht mehr mit den öffentlichen in die Stadt. Ich hatte den Fahrplan nicht genau genug gelesen…
Also wieder ein Taxi genommen, und schon befürchtet, dass ich nicht mal mehr ein Absacker trinken könnte, weil schon alles zu hat. Wir hatten ja schon halb eins, und wir befinden uns in Düsseldorf. Aber dem war nicht so, und so sitze ich ganz entspannt in einer lauen Sommernacht vorm „Prinzinger“ am Lueg-Platz und tippe meine Erlebnisse in den Blog…
Alles ist gut. 🙂

Antworte auf den Kommentar von mannifred Antwort abbrechen