03. Juni 2014
Ich bin ja immer noch fleißig beim Ausbau meines Bauwagens, wobei der im Großen und Ganzen fertig ist. Aber mit der mir eigenen Liebe fürs Detail finde ich doch immer etwas, was mich zum weitermachen verleitet. Außerdem gibt es ja auch noch weitere Baustellen im Haus, die bearbeitet werden wollen. Zum Beispiel im Keller, der nach 30 Jahren doch mal wieder einen Anstrich vertragen könnte. Oder, wie die Treppe einen erstmaligen. Wartet sie doch nach dem Einbau vor 30 Jahren immer noch auf ihren Anstrich und auf ihr Geländer. Das alte schöne Geländer gibt’s sogar noch, kann aber jetzt doch wegbleiben, es hat bisher niemand vermisst, auch wenn sich Architekten an den Kopf fassen. Auf der anderen Seite kann man schlecht sagen, da man es in den letzten 30 Jahren nicht vermisst hat, wird man es auch in den nächsten 30 Jahren nicht vermissen werden. Denn in 30 Jahren wäre der älteste Bewohner (Nein, nicht ich!) 95 Jahre alt.
Übrigens, früher war ich eher wortkarg, habe auf Fragen meiner Mutter z.B. recht einsilbig geantwortet. Enthemmter wurde ich nur durch ein wenig Alkohol, dann taute ich regelrecht auf. Nun, mittlerweile brauche ich keinen Alkohol mehr, nur eine kleine Frage reicht und ich hole aus und erzähle mein ganzes Leben.
Oder eine nette Überschrift, wie die obige und ich könnte erzählen und erzählen. Denn die Kellertreppe ist nun grün und das ist sie ja nicht ohne Grund. Denn die Geschichte der grünen Kellertreppe beginnt vor langer Zeit, genauer im Jahre 1994 im Finanzamt Düsseldorf-Altstadt. Dort begegnete mir ein Engel, der mir 20 Jahre später mitteilen sollte, dass die Kellertreppe grün gestrichen werden solle. Und so geschah es, das Werk ist vollendet und der Engel ist wieder entfleucht.
So einfach kann das Leben sein, zur rechten Zeit ein Engel, oder ein reitender Bote und schon ist alles wieder in Ordnung. Doch die kommen sehr selten, die reitenden Boten und die Engel. 
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