05. Juli 2007
Wenn man an die touristischen Punkte der Hauptstadt geht, fällt man als Fotograf nicht sonderlich auf und (fast) niemand wundert sich, wenn er dort fotografiert wird. Hier einige Aufnahmen, die im Sommer 2007 entstanden sind.
05. Juli 2007
Wenn man an die touristischen Punkte der Hauptstadt geht, fällt man als Fotograf nicht sonderlich auf und (fast) niemand wundert sich, wenn er dort fotografiert wird. Hier einige Aufnahmen, die im Sommer 2007 entstanden sind.
So sieht es aus, wenn des Fotografen Tochter sich fotografieren lassen soll:
Am vergangenen Wochenende fand in Mühlhausen in Thüringen unser Foto-Newsgroup-Jahrestreffen statt. Es war eine neue Location, ein 800 Jahre alter Stift, in einer mittelalterlich anmutenden Stadt in Thüringen gelegen. Richtig schöne alte Atmosphäre, mit einem noch nicht ausgebauten Haus, das eine tolle Fotokulisse bot. Weitere Fotos gibt es hier.
Hier ein Beispiel von genialer Zusammenarbeit von Treffenteilnehmern und Treffenignoranten, wie Kuhli, z.B.:
Foto: Anja, Model ist klar, Bearbeitung: Kuhli
Als es 1987 das erste japanische Feuerwerk in Düsseldorf gab, war es ein großes Ereignis. Damals gab es den ersten „Japan-Tag“. In Düsseldorf ist die drittgrößte japanische Ansiedlung Europas (nach London und Paris). Im Stadteil Niederkassel gibt es einen japanischen Kindergarten, eine japanische Schule und sogar einen buddhistischen Tempel. Mittlerweile sind gibt es jedes Jahr einen „Japan-Tag“ und Feuerwerke in inflationärer Zahl. Ich finde sie eher langweilig, doch das Zuschauerinteresse ist gewaltig und dieses Jahr war ich zufällig in der Stadt und nahm dann doch meine Kamera mit.
Am Sonntag waren Frank S. und ich in Düsseldorf in zwei Fotoausstellungen: Jörg Sasse und Jeanloup Sieff. Von Sasse gab es einen „Düsseldorf-Zyklus“, Aufnahmen aus der Stadt, am Computer „komponiert“. D.h. aus mehreren Einzelbildern zusammgesetzte Bilder. Dies sah man allerdings nur, wenn man genau hinsah. Sasse benutzt eigene, aber auch fremde Fotos und setzt sie am Computer zu „neuen Realitäten“ zusammen. Ich fand es langweilig. Ach ja: Sasse ist Becher-Schüler… Ich finde es erstaunlich, dass die Erwartungen, die man Becher-Schüler hat, immer wieder erfüllt werden: Uninteressante Motive mit (wahrscheinlich) ungeheurem Aufwand hergestellt.
Ganz anders Jeanloup Sieff: Modefotos aus den 60ern bis ins Jahr 2000 gab es zu sehen. Klassisches schwarz-weiß, mit einfachen Mitteln fotografiert, ohne Schnickschnack, aber äußerst present, klar und direkt. So, wie ich’s mag. Interessant: Es gab neben den eigentlichen Ausstellungstücken auch Kontaktabzüge zu sehen, die den Ablauf einer Session zeigten. Erstaunlich dabei war, das er offensichtlich sehr sparsam fotografierte. Die Posen der Models wechselten von Bild zu Bild doch sehr deutlich und man hatte nicht den Eindruck, dass er Materialschlachten veranstaltet hat. Faszinierend auch den Tonwertreichtum der Abzüge.

Ein drf-ler prüft, ob der Künstler mit seinem Werk den Anforderungen von drf genügt.
Ach, wäre ich doch ein Künstler wie Immendorff, dann wäre jetzt alles gut…
Ich habe, angeregt von dem sehr beeindruckendem Film „Das Leben der Anderen“, am Wochenende die Gedenkstätte des ehemaligen Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR besucht. Ich zeige hier ein paar Fotos.
Klick auf das Foto vergrößert es.


Außenansicht des Gefängnisses, das in einem Blick in den „U-Boot“ genannten Trakt des
Sperrgebiet in Ost-Berlin lag. Gefängnisses


Zelle im „U-Boot“ Blick in den Neubau (ca.1960) des Gefängnisses.

Raum für Anfertigung der Fotos zur erkennungsdienstlichen Behandlung.

Blick in den „Tigerkäfig“ genannten, nach oben offenen
Raum, in dem die Häftlinge ihren „Freigang“ hatten.
War doch gar nicht schlecht, unser Ausflug zum Karneval der Kulturen… Im Regen ging’s los, der Wetterbericht verhieß noch schlechteres Wetter, so dass wir unsere (großen) Kameras zu Hause ließen. Nur die Ixus und der Regenschirm kamen mit.
Aber die mitziehenden Gruppen konnte das Wetter nicht verdrießen, die Stimmung war gut und die Menschen am Rand nicht so zahlreich erschienen, so dass man gut Platz fand und alles sehen konnte. Außerdem kam nach zwei Stunden Regen die strahlende Sonne raus, der Regen verdampfte und der Schweiß kam aus allen Poren…
(Wenn ihr auf die Bilder klickt, gibt’s eine größere Ansicht)


Zaungäste allerorten…
Und wir mittendrin… Nach einigen Caipirinhas neigt man zu Albernheiten…


Und als wir die Gruppen 26 – 99 gesehen hatten, schlossen wir uns der tanzenden Menge an, die dem letzten Wagen folgten. Vom Südstern bis zur Yorckstrasse eineinhalb Stunden Bewegung… Nach uns die BSR 😉
Das mit dem Lustigsein ist schon manchmal schwierig. Das mit dem verordneten sowieso, aber das mein ich ja auch gar nicht. Aber so lange man nicht die Lebenslust verliert, kann ja eingentlich nicht viel passieren. Und bis es dazu kommt, muss ja schon einiges schiefgehen. Aber hat die Lebenslust etwas mit Lustigsein zu tun?