Schlagwort: galerie cicero

  • Jan Banning bei Cicero

    22. November 08

    Eine sehr beeindruckende Fotoausstellung hatte in der CiceroGalerie Eröffnung: Bureaucratics von Jan Banning.

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    Jan Banning zeigt hier Portraits von Staatsdienern an ihren Schreibtischen in aller Herren Länder. Über fünf Jahre arbeitete er an seinem Projekt und bereiste die halbe Welt. Cicero zeigt Fotos aus Indien, Russland, Bolivien, Liberia, Frankreich, Jemen, China und den USA. Mit Bildern vom einfachen Archivar bis zum Präfekten hat Banning eine fotografische Studie über Rituale und Symbole in der öffentlichen Verwaltung geschaffen.

    Hier einige Fotos von der Eröffnung.

  • Cicero-Galerie

    10. Juli 2008

    Vor einigen Monaten habe ich die „Cicero“-Galerie entdeckt, direkt am Hackeschen Markt. Eine „Galerie für politische Fotografie“, wie sie sich nennt. Das weckte natürlich mein Interesse. Wer tritt mit diesem Anspruch an, und das auch noch in nicht unbescheidenem Umfang? Eine riesige Ausstellungsfläche, beeindruckende Fotografien, deren politischer Anspruch über den tagespolitsiche Tellerrand weit hinausgeht.

    Klar war, das so etwas nicht aus der Portokasse zu finanzieren ist. Dahinter steckt der größte Schweizer Medienverbund, die Ringier-Gruppe.

    In Deutschland sind mir (Medien-) Aktivitäten von Ringier noch nicht weiter aufgefallen, das Lifestyle-Magazin „Cicero“ wird gepusht, aber sonst kannte ich Ringier eben nur als Schweizer Unternehmen, deren u.U. bekanntestes Produkt das „Bild“-Zeitungspendant „Blick“ ist.

    Eine direkte Motivation der Ringier-Gruppe sich hier im Kunstsektor zu engagieren, erschließt sich mir nicht und auch der hiesige Verlagsleiter, Martin Parr, konnte mir da nicht wirklich weiterhelfen. Aber vielleicht bin ich auch zu mißtrauisch, was Aktivitäten von Großkonzernen in Geschäftsfeldern anbelangt, die nicht ausschlißlich die Profitmaximierung im Auge haben. Kann ich mir doch z.B. solche Aktivitäten durch z.B. den Springer-Verlag beim besten Willen nicht vorstellen.

    Die aktuelle Ausstellung „Chelsea Hotel“, mit Fotos von Daniele Dainelli und Cellina von Mannstein ist sehr sehenswert, wenn gleich auch die politischen Intention nicht ganz so groß ist, wie bei den vorangegangenen Ausstellungen über Slumbewohner in Sao Paulo, von Julio Bittencourt, die zwei leerstehende Wohnblocks illegal besetzt hatten und Fotos von Roma und Sinti. Es ist mehr die persönliche Sicht auf ein legendäres Hotel.

    Der wohl legändere ehemalige Leiter des Hotels, Stanley Bard, war auch eingeladen konnte aber wegen seines fortgeschrittenen Alters nicht an der Eröffnung teilnehmen. Er schrieb ein kurzweiliges Grußwort, das zum großen Vergnügen der Besucher von Jan Josef Liefers vorgetragen/interpretiert wurde.

    Hier sind ein paar Eindrücke von der Eröffnung der Ausstellung.

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