Schlagwort: leben

  • Lidl-Tickets und das Ordnungsamt

    Ich stehe nie wieder früh auf. Heute: Früh aufgestanden, billige DB-Tickets bei Lidl abgreifen. Fahre mit dem Fahrrad zu nem Lidl, wo nicht viel los ist. Tickets gekauft. Fahre zurück, blockieren 5 (fünf!!!) Teenies in einer Reihe auf dem Weg zur Schule den Gehweg. Ich klingel mir den Weg frei – da tauchen hinter den Teenies zwei Ordnungsamtsmitarbeiter auf, stellen sich mir in den Weg. Blaffen mich an, dies sei ein Gehweg!! Ich sach, wir sind hier im Osten, da kann man nicht auf dem Kopfsteinpflaster der Straße radfahren, geht gar nicht. War denen egal (keine Radfahrer, eben), wollten 10 Euronen Strafe kassieren… Ich hab noch NIE solche Hipos hier gesehen… Aber heute… Ist klar.

  • Nix ist mit "Seele" – alles wissenschaftlich erklärbar!!!

    Da musste ich heute doch sehr grinsen…

    Hab mich mit einer Bekannten unterhalten, die sich an der Charité mit der Frage von Organtransplantationen beschäftigt und insbesondere damit, warum gespendete Organe abgestoßen werden.

    Worauf ich meinte, dass das doch wie im „richtigen Leben“ sei, dass „wir“, als wandelnde Organansammlungen auch ständig versuchen uns mit anderen Organansammlungen zu verbinden, was oft nicht klappt… Manchmal geht es gut aber manchmal stoßen sich sowohl einzelne Organe, wie auch Oraganansammlungen, genannt Mensch, noch nach Jahren ab.

    Und jetzt lieg ich immer noch unterm Tisch vor Lachen: Sie meinte, dass es auch bei der Organtransplantation gewisse Präsensibilisierungen gegenüber potenziellen Spendern/Partnern schon im Vorfeld gibt, und dass die Organtransplantation mit zunehmendem Alter schwieriger wird. Wie im wirklichen Leben…

    Tja, Iljos, und nun?

  • Nix ist mit „Seele“ – alles wissenschaftlich erklärbar!!!

    Da musste ich heute doch sehr grinsen…

    Hab mich mit einer Bekannten unterhalten, die sich an der Charité mit der Frage von Organtransplantationen beschäftigt und insbesondere damit, warum gespendete Organe abgestoßen werden.

    Worauf ich meinte, dass das doch wie im „richtigen Leben“ sei, dass „wir“, als wandelnde Organansammlungen auch ständig versuchen uns mit anderen Organansammlungen zu verbinden, was oft nicht klappt… Manchmal geht es gut aber manchmal stoßen sich sowohl einzelne Organe, wie auch Oraganansammlungen, genannt Mensch, noch nach Jahren ab.

    Und jetzt lieg ich immer noch unterm Tisch vor Lachen: Sie meinte, dass es auch bei der Organtransplantation gewisse Präsensibilisierungen gegenüber potenziellen Spendern/Partnern schon im Vorfeld gibt, und dass die Organtransplantation mit zunehmendem Alter schwieriger wird. Wie im wirklichen Leben…

    Tja, Iljos, und nun?

  • Begegnungen

    Am 3.10. gab es ein „Fest zum Tag der deutschen Einheit“ am Brandenburger Tor. (Dass es in der Hauptsache von Coca-Cola gesponsort wurde, und eigentlich ein „Coca-Cola-Fest“ war, lassen wir mal aussen vor ;-).) Jedenfalls traten dort bekannte Gruppen auf, wie Juli, Sportfreunde Stiller, Die fantastischen Vier u.a. Ich bin hin, weil ich mir wieder ein paar schöne Portraits erhoffte. Hat auch geklappt, war alles ganz nett, Link auf die Bilder gibt’s unten. Erst weiterlesen 😉

    Es waren lt. Polizei 500.000 Menschen dort, und ich habe u.a. dieses Pärchen fotografiert.
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    Heute ging ich über den Flohmarkt am Boxhagener Platz, bei mir um die Ecke, und mir kam eine Frau entgegen, unsere Blicke trafen sich – wir zögerten, dachten beide, dass wir uns kennen würden. Sagten wir uns auch, aber wir fanden keine Gemeinsamkeit… Wir wollten uns schon wieder trennen, aber mein Reflex schlug zu, und ich fragte sie, ob ich noch ein Foto von ihr machen könne

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    – und pling – das war es 🙂 SIE kam drauf und meinte, ich hätte sie doch beim „Coca-Cola-Fest“ am Brandenburger Tor fotografiert. Und, genau, das war es.

    Also, echt ehrlich: Ich finde so etwas völlig irre. Soll ich jetzt mal alles aufzählen, was einer ERSTEN Begegnung im Wege stand? Dass es fraglich war, das ich überhaupt zum Brandenburger Tor bin? Das ich rechtzeitig dorthin bin? Eine halbe Stunde später wurden die Eingänge wegen Überfüllung geschlossen. Und dann: Ich habe vielleicht 10 Leute von 500.000 (!) fotografiert. Und von diesen zehn treffe ich EINE ein paar Wochen später wieder? Gibt’s doch gar nicht. War aber so.

    Aber auch die zweite Begegnung war von so vielen Dingen abhängig. Der Flohmarkt ist jeden Sonntag, ich war schon ewig nicht mehr da, und heute nur deswegen, weil ich einem Menschen, der dort einen Stand hat, ein Foto versprochen hab.

    Und was lernen wir daraus? Dass man niemals aufgeben sollte, weil man NIE weiß, was einem begegnet? Das man anfangen sollte, Lotto zu spielen? Das man immer auf Menschen zu gehen soll? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es mir gut tut, hier zu sein. auch wenn ich manchmal nicht weiß, wie es weitergeht. Solche Begegnungen machen mir deutlich DASS es weitergeht. Irgendwie…

    Mal wieder Zeit für mein Lieblings-Zitat: „Ich gehe erst einmal los, dachte sich Herr Lehmann. Der Rest wird sich schon irgendwie ergeben…“

    Hier die Bilder von dem Fest.

  • Heirat mit 23 Jahren Altersunterschied

    Manchmal wird man doch heftigst überrascht. Nun war ich doch noch in diesem Sommer auf einer Hochzeit bei der die Braut 23 Jahre jünger ist, als ihr Bräutigam. Da hab ich nun gar nicht mehr mit gerechnet… 😉

    Aber warum sollte es das nicht geben? Ist es denn zwischen Erwachsenen Menschen nicht völlig egal, wie alt man tatsächlich ist?

    Ist es ein Unterschied ob der Bräutigam 50 ist und die Braut 27, oder ob er 65 und sie 42 Jahre alt ist? Im letzteren Fall ist natürlich die Ehe schon strenger befristet, mal unterstellt, beide Herren erreichen das statistische Endalter, das bei 81 Jahren liegt.(Oh, cool, da hab ja noch 30 Jahre… Kann man noch viel machen ;-))

    Dann wären beide Frauen, unterstellt beide Ehen halten bis zum Tod des Mannes, 58 Jahre alt. Die jüngere Frau wäre dann 31 Jahre verheiratet, die Ältere nur 16.

    Oder sollte man gehässig sein, und annehmen, dass es unwahrscheinlich ist, dass die eine Ehe die maximal mögliche Dauer von 31 Jahren erreicht?

    Dann wäre diese Frau doch leichter in der Lage, einen neuen Partner zu finden. Ist doch mit 51 noch leichter als mit 58… Oder spielt das keine Rolle?

    Aber wahrscheinlich denke ich wieder viel zu sehr in die Zukunft. Entscheidet nicht viel mehr das Hier und das Jetzt? Wieviel Vergangenheit brauchen wir? Wie weit sollen wir versuchen in die Zukunft zu blicken?

    Sind also alle diese Fragen Blödsinn? Mach ich mir mal wieder zu viele Gedanken um ein Thema, dass man sowieso nicht, oder nur sehr marginal, beeinflussen kann?

    Ich glaube das nicht. Man kann etwas für sein Glück und seine Liebe tun, man kann Veränderungen herbei führen, man kann sein Bewusstsein schärfen, man kann Zusammenhänge erkennen und danach handeln.

    Und nach all den Überlegungen gibt es noch ein Bild von dem reizenden Brautpaar…

  • Curry 36

    „Curry 36“ ist der Kult-Curry-Wurst-Laden in Kreuzberg.

    Meine letzte Curry-Wurst mit Pommes aß ich dort am 1.1.2007. Direkt nach der Silvester-Feier auf dem Kreuzberg. Ich esse eigentlich NIE Curry-Wurst mit Pommes.

    Damals, also am 1.1.2007 war die Curry-Wurst mit Pommes der absolute Frust-Fraß. Weil das Jahr 2007 so beschissen anfing, wie es nicht beschissener hätte anfangen können. Und eigentlich hätte ich danach zum Curry-Wurst-mit-Pommes Daueresser werden müssen, weil es einfach nicht besser wurde.

    Nun, mein Bauch wurde auch ohne Curry-Wurst-mit-Pommes immer runder und dicker, bis ich vor einigen Wochen beschloss, dass das ein Ende haben muss… Sowohl die Fresserei als auch der Frust. Es musste etwas passieren. Ein Jahr Stillstand langt.

    Und heute morgen, um 5:30 nach durchtanzter und durchzechter Nacht kam er: Der Schmacht auf eine Curry-Wurst mit Pommes. Beim „Curry 36“. Diesmal nicht aus Frust, sondern aus Lust. Und ohne schlechtes Gewissen. Weil die Pfunde runter sind, und ich so dick oder so dünn  bin, wie es mir gefällt.

  • Nostalgie…

    Ich habe heute einen Gutschein vom letzten Weihnachtsfest eingelöst, und war mit meiner Tochter im meinem mittlerweile stillgelegtem, aber noch bestehendem Fotolabor. Sie hatte sich gewünscht, dass ich ihr zeige, wie man schwarz/weiß-Fotos entwickelt.

    Nun, so haben wir erstmal Platz geschaffen, denn inzwischen diente auch das Labor als Abstellraum. Das Papier war etwas alt, und nicht nicht mehr optimal… Aber der Entwickler tat es noch, und so zeigte ich ihr die Handgriffe, die nötig sind, beschränkte mich im weiteren Verlauf auf die Überwachung der Abläufe und hatte Muße mich den Erinnerungen hinzugeben, an die Nächte, die ich dort verbrachte.

    Denn es gab Zeiten, in denen ich dort Nächte verbrachte. Z.b. nach einer Abendprobe im Theater, wo ich als Theaterfotograf arbeitete, kam ich um 23 oder 24 Uhr nach Hause, durfte erstmal 20 Filme entwickeln, Kontaktabzüge herstellen, Bilder daraus aussuchen, diese dann noch vergrößern, um dann am nächsten Morgen rechtzeitig die Bilder im Theater abliefern zu können.

    Ode auch die Erinnerung an manche Abzüge in größeren Formaten: 1,20 x 1,80 m waren die größten, die sich in meinem kleinen, schnuckeligen Labor realisieren ließen. Das war noch Leidenschaft… 😉 Heute schick ich Dateien durch das Netz und bekomme zwei Tage später eine sterile Papprolle zurück…

    Eine spannende, eine interessante Zeit, aber eben eine vergangene Zeit, und das ist auch gut so… (Und: ja, der nette sympathische junge Mann auf dem Foto in der Schale, bin ich… So um 1980 rum 😉

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  • Mädchen, Mädchen

    Gerade mal zwei Jahre liegen zwischen den jeweiligen Fotos… Mitschülerinnen meiner Tochter
    321
    Irgendwie irre, dass so mitzuerleben… (Klick auf die Bilder vergrößern sie).

  • Zoo-Besuch

    Man weiß ja nicht, welchen Eindruck  man vermittelt, wenn man durch einen Zoo spaziert… Nur wenn man von einem Freund, von Frank Schliffke,  geknipst wird, und es nicht merkt, kommt schon ein spezieller Eindruck zu stande… 😉
    zoladomzoo

    Und wenn man dann auch noch beim Plätzchen essen erwischt wird, wird es ganz übel….
    zolazoodom

    Aber die Prioritäten sind festgelegt….
    dom_004

    Und man muss es mit Humor tragen 😉
    dom_009

  • Ulrich Mühe ist tot

    Ulrich Mühe ist gestorben… Unwesentlich älter als ich. Erst neulich habe ich den Film „Das Leben der Anderen“ gesehen, in dem er die Hauptrolle gespielt hat. Ein faszinierender Schauspieler; bestimmt auch ein faszinierender Mensch. Ich kannte ihn nicht, kannte ihn nur aus Film und Fernsehen. Trotzdem rührt mich sein Tod sehr an.

    Ich habe erst vor zwei Wochen im Fernsehen erfahrem dass er Krebs hat. Es geht mich ja auch eigentlich nichts an. Aber trotzdem: Ich habe die Berichterstattung über die Oskar-Verleihung verfolgt, ich habe Mühe im TV gesehen, und es hat mich berührt, als ich erfahren habe, dass er Krebs hat. Ein faszinierender Schauspieler.

    Ich habe am 31.5. unter dem Titel „Immendorf“ hier in meinem Blog von einer Todessehnsucht geschrieben. Verhalten zwar, aber immerhin. Aber jetzt: NEIN! Kein Todeswunsch. Leben möchte ich. Lange Leben. So, wie auch Ulrich Mühe bestimmt noch lange hätte leben wollen. So lange wie meine Tante, die im diesem Jahr 99 Jahre alt wird. Ich möchte noch viel erleben. Ich möchte jeden Tag als Geschenk ansehen. Ich bin gesund – und ich möchte es noch lange bleiben. Es lohnt sich.