Ulrich Mühe ist tot

Ulrich Mühe ist gestorben… Unwesentlich älter als ich. Erst neulich habe ich den Film „Das Leben der Anderen“ gesehen, in dem er die Hauptrolle gespielt hat. Ein faszinierender Schauspieler; bestimmt auch ein faszinierender Mensch. Ich kannte ihn nicht, kannte ihn nur aus Film und Fernsehen. Trotzdem rührt mich sein Tod sehr an.

Ich habe erst vor zwei Wochen im Fernsehen erfahrem dass er Krebs hat. Es geht mich ja auch eigentlich nichts an. Aber trotzdem: Ich habe die Berichterstattung über die Oskar-Verleihung verfolgt, ich habe Mühe im TV gesehen, und es hat mich berührt, als ich erfahren habe, dass er Krebs hat. Ein faszinierender Schauspieler.

Ich habe am 31.5. unter dem Titel „Immendorf“ hier in meinem Blog von einer Todessehnsucht geschrieben. Verhalten zwar, aber immerhin. Aber jetzt: NEIN! Kein Todeswunsch. Leben möchte ich. Lange Leben. So, wie auch Ulrich Mühe bestimmt noch lange hätte leben wollen. So lange wie meine Tante, die im diesem Jahr 99 Jahre alt wird. Ich möchte noch viel erleben. Ich möchte jeden Tag als Geschenk ansehen. Ich bin gesund – und ich möchte es noch lange bleiben. Es lohnt sich.

Kommentare

2 Kommentare zu „Ulrich Mühe ist tot“

  1. Avatar von J?rg Friedrich

    Sicher hätte er noch lange leben wollen, trotz der Last, dass er seinen Zwist mit Jenny Gröllmann nicht mehr klären konnte. Aber schön, dass er seinen großen Erfolg noch erleben durfte. Mühe hat mit seiner Verkörperung des Stasihauptmanns die Verstrickung und die innere Zerstörung eines solchen Menschen in seiner ganzen Komplexität gezeigt. Eben nicht schwarz-weiß, auch nicht schöngefärbt, sondern plausibel und wahrhaftig.

    http://duberichtest.de/einzelgeschichte.php?id=95&art=geschichte

  2. Avatar von Jörg Friedrich

    Sicher hätte er noch lange leben wollen, trotz der Last, dass er seinen Zwist mit Jenny Gröllmann nicht mehr klären konnte. Aber schön, dass er seinen großen Erfolg noch erleben durfte. Mühe hat mit seiner Verkörperung des Stasihauptmanns die Verstrickung und die innere Zerstörung eines solchen Menschen in seiner ganzen Komplexität gezeigt. Eben nicht schwarz-weiß, auch nicht schöngefärbt, sondern plausibel und wahrhaftig.

    http://duberichtest.de/einzelgeschichte.php?id=95&art=geschichte

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