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  • Fotoausstellung in Wolfsburger Stadtmuseum

    30. Nov. 2007

    Es gibt im Zusammnenhang mit der unten beschriebenen Ausstellung „Die erfüllte Leere“ eine Fotoausstellung von japanischen Fotografen im Kunstmuseum Wolfsburg. Für mich war die Erfahrung interessant, dass ich die Serie „Seascapes“ (Seestücke) des Fotografen Hiroshi Sugimoto äußerst faszinierend fand, obwohl mich sonst diese Art Bilder eher weniger berühren.

    Es sind schwarz-weiß Fotos auf denen Meeresansichten zu sehen sind, unten Wasser, ober Himmel. Mehr nicht. Keine Schiffe, keine Vögel, nichts. Sie strahlen eine unheimliche Ruhe aus, es verführt dazu innezuhalten, sich die Struktur des Wassers genau anzusehen, sich vorzustellen, was hinter dem Nebel, oder hinter dem Horizont kommt. Eine excellente Weiterführung der gleichzeitig stattfindenden Ausstellung „Die erfüllte Leere“. Sugimoto hat zwischen 1980 und 2002 rund 600 dieser Fotos angefertigt, von der Hälfte sind Abzüge gemacht worden.

    Hier ein Blick in den Ausstellungsraum:
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    Eine weitere Serie des Künstlers ist auch sehr reizvoll: Hier hat Sugimoto Filmtheater und Autokinos fotografiert. Und zwar vom Standpunkt des Filmprojektors aus und als einzige Lichtquelle diente der auf der Leinwand abgespielte Film. Die Belichtungszeit entsprach der gesamten Laufzeit des Filmes. Dadurch wurde die Leinwand strahlend hell.

  • „Die erfüllte Leere“ in Wolfsburg

    29. Nov. 2007

    Ich hab mir gestern im Kunstmuseum Wolfsburg zwei wunderbare Ausstellungen angesehen: „Japan und der Westen – Die erfüllte Leere“ und eine Fotoausstellung von drei japanischen Fotografen.

     Es wird dort moderne westliche Kunst traditioneller japanischer Kunst gegenüber gestellt. Eine sehr schöne ruhige, besinnliche Ausstellung. Eindrucksvoll präsentiert.

    Der gemeinsame Aspekt, der die Artefakte in Wolfsburg zusammenführt, ist die „Schönheit der Leere“. Während das Phänomen des Minimalismus neben der Abstraktion ein Hauptmerkmal der westlichen Moderne im 20. Jahrhundert bildet, kennt die japanische Kultur die „erfüllte Leere“ und die kunstvolle Einfachheit schon seit dem 12. Jahrhundert und das nicht nur als Ausdruck der Zen-Philosophie, sondern als generelles Prinzip der Gestaltung.“ (Zitat Kunstmuseum, Wolfsburg)

     Es wurden viele kleine Räume gebaut, in denen jeweils zwei Werke gezeigt werden, ein japanisches wurde dem westlichen gegenüber gestellt.  Man hat ein wenig das Gefühl, durch ein Labyrinth zu gehen. Ungeheuer spannend, dort durch zu gehen, und es war dazu auch noch völlig ruhig, weil kaum Besucher da waren. Aber auch die, die da waren verhielten sich ganz andächtig ruhig.

    Hier ein Blick in die Ausstellungshalle: !ausstellungshalle

    Wenn man eintritt, eröffnet sich als erstes ein japanischer Pavillon, den man auch betreten kann.

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    Hier zwei Beispiele, wie minimalistisch die Räume gestaltet waren:

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    Es zeigt eine Nô-Maske (Typ ko-omote, „Kleines Gesicht“). Diese Masken wurden für die Darstellungen der anmutigen, jungen Frauengestalten in Drittspielen, Katsura Nô, geschaffen. Er spiegelt das weibliche Schönheitsideal der Heian-Zeit wieder.

    Und eine Installation von Wolfgang Laib: „Die fünf unbesteigbaren Berge“. Wolfgang Laib wurde in den achtziger Jahren durch seine leuchtenden Rechtecke aus reinem Blütenstaub bekannt.

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    Hier ein Werk des amerikanischen Künstlers James Lee Byars. Die für Byars zentrale Idee der Vollkommenheit, wie er selber sagte THE PERFECT, drückt sich in Reinheit des Materials und abstrakter Qualität der Formen aus. Perfektion und Vollendung waren sein Motto und bestimmte die Vorstellung seines Denkens, Lebens und künstlerischen Handels, das im Idealfall eine Einheit bildete. (Zitat Kunstmuseum Wolfsburg)

    Gegenüber gestellt einem kugeligen Gefäß mit vier Ösen aus der jap. Kofun-Zeit, 5. u. 6. Jhrdt.

    Mehr zur Fotoausstellung in einem extra Beitrag.