Neulich am Brandenburger Tor (2)

Früher, also ich meine wirklich früher, ist man ja schon hin und wieder nach Westberlin gefahren. Berlin war cool, das war die eingeschlossene Großstadt – das Mysterium. Die ganz coolen unter uns verlegten ihren Wohnsitz nach Westberlin, bevor die Bundeswehr oder der „Ersatzdienst“ sie für zwei (?) Jahre aus dem Verkehr zog. Wer in Westberlin wohnte, musste, bzw. durfte – je nach Sichtweise – ja nicht nicht zur Bundeswehr, da Westberlin ja kein Teil der Bundesrepublik war.

Aber es war natürlich überhaupt nicht cool, die Sehenswürdigkeiten, zu denen ja damals auch noch die Mauer zählte, zu fotografieren… Sowas machen ja bloß Touris ;-)…

Schön blöd, wie ich heute finde, denn viele Berlin-Fotos aus alter Zeit gibt mein Keller nicht mehr her… Dieses vom Brandenburger Tor ist das einzige, das ich auf die Schnelle gefunden habe.

Es lechszt mich geradezu dananch, nach rechts und links zu blicken, hauptsächlich nach rechts, Richtung Potsdamer Platz. Ich erinner mich zwar noch, wie absurd die Szenerie am Potsdamer Platz war, wie wenig ich mir vorstellen konnte, wie dieser Platz vor dem Krieg ausgesehen haben muss, wie das Leben dort war. Genausowenig, wie ich mir heute die Ödnis vor der Wende vorstellen kann.

Ich erinner mich an meine Tagesreisen nach Ost-Berlin, an die Trostlosigkeit der langen Alleen, wie „Unter den Linden“. Aber warum, so dachte ich damals, soll ich diese Ödnis fotografieren? Heute denke ich: „Hätte ich mal…“.

Ein paar weitere Gegenüberstelungen von vorher und nachher gibt hier.

Dieses Bild ist vom Febraur 1987… Größere Ansicht durch Klick aufs Bild.

2b

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