Am Wochenende öffnete das „Neue Museum“ nach zehnjähriger Umbauphase zum erstenmal für das Publikum seine Türen. Allerdings konnten nur die Räume besichtigt werden, die Exponate kommen im Herbst. „Neu“ ist das Museum nicht wirklich – aber neuer als das Alte Museum – nämlich von 1855. Im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, war es als Ruine lange Zeit der Witterung ausgesetzt, bevor 1986 mit Sicherung der Reste des Gebäudes begonnen wurde. Außerdem wurden Bauteile und Fragmente (Säule, Gesimse, Böden, Wandbilder) ausgelagert. Im September 1989 wurde der Grundstein für eine originalgetreue Rekonstruktion gelegt. Nach der Wiedervereinigung wurden diese Pläne fallengelassen, und der Wiederaufbau im Rahmen des Masterplan Museumsinsel folgte seither dem Konzept der ‚ergänzenden Wiederherstellung‘. „Ergänzende Wiederherstellung“ bedeutet, dass alte und noch vorhandene Elemente in den Neuaufbau integiert werden, aber verlorenes nicht rekonstruiert wird. Und das funktioniert auf eine sehr beeindruckende Weise, wie man auf den Fotos sehen kann. Es geht einem schon nahe, dass man trotz des Neuaufbaus erleben kann, was Krieg und Zerstörung bedeutet. Da steht kein Denkmal, sondern ein Museum, dass seinen Zweck wieder efüllen kann, ohne den Blick in die Vergangenheit zu verklären. Ich stelle ein paar historische Fotos dem jetzigen Zustand gegenüber. Hier geht es zu den Fotos.
Museumsinsel – Das Neue Museum
Kommentare
Ein Kommentar zu „Museumsinsel – Das Neue Museum“
-
Sehr beeindruckend, gefällt mir sehr!
Das Foto mit den Säulen und Bögen (Nr.18) finde ich ganz besonders faszinierend.

Schreibe einen Kommentar