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  • Der Bauwagen, Teil 2

    07.05.2014

    Es geht voran, trotz Regen. Wir arbeiten zwar drinnen, aber die Holzplatten müssen wir draußen zurecht sägen.Ich bin merkwürdig aufgedreht, freue mich auf mein Wochenendhaus im Garten. Rede viel mit Leuten, die mir begegnen, dem Mann, der den Container bringt und der mir von seinen Sorgen mit Falschparkern berichtet, mit der Bäckereiverkäuferin, die mir mehr Kuchen verkaufen möchte, als ich bestellt habe, was ich mit Hinweis auf meinen Bauch ablehne, worauf sie mir sagt, die sie aber den dickeren Hintern von uns habe. Keine Ahnung woher sie weiß, wie dick mein Hintern ist…

    Heute habe ich mich um die Beleuchtung gekümmert, nicht nur die des Bauwagens, sondern auch die des Gartens. Vor Jahren habe ich mal einen Bühnenscheinwerfer, manche sagen auch Flakscheinwerfer dazu, aufgehängt, dessen Birne aber schon lange defekt war. Heute hab ich sie erneuert. Außerdem habe ich Efeu geschnitten, einen ganzen Container voll. Das Zeug wächst wie blöde. Mir ist es mittlerweile viel zu viel.

    Hier der Blick von oben:
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    Hier der fertige Teil des Wagens

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    Und hier der Blick aus dem Fenster mit Prachtbeleuchtung…
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  • Die Momente, in denen die Zeit stehen bleibt

    07.05.2014

    Es gibt sie noch, diese Momente, in denen man glaubt, dass die Zeit stehen geblieben ist.

    Ich bringe ja zur Zeit mit einem Freund meinen Bauwagen in Düsseldorf wieder in Schuß. Wir kommen auch gut voran, davon mehr in einem weiteren Blogeintrag.

    Jedenfalls war heute schon die Zeit, die Elektroinstallation anzugehen.

    Seit 20 Jahren bin ich Kunde bei der Elektrogroßhandlung Dieter R., und so bin ich auch heute wieder dorthin gefahren. Um Kabel, Schalter, Taster und Steckdosen zu kaufen.

    Dieter R., ein Mann Ende 60, trägt ein silbergraues Toupet, unter dem die letzten, deulich weißeren Haare hervorlugen. Kariertes Hemd, kleiner Bauch, auf dem, mit einem Gürtel gehalten, eine graue Stoffhose sitzt, so steht hinterm Tresen in seinem Großhandel. Zu dem gelangt man durch eine Toreinfahrt von einer belebten Düsseldorfer Durchgangsstraße. Man öffnet im Hinterhof eine Tür und steht in einem viel zu kleinem Verkaufsraum. Ein fünf Meter langer Tresen stoppt nach bereits zwei Metern das Vorankommen. Verschiedene Werkzeuge hängen im Hintergrund zur Veranschaulichung auf Lochtafeln an der Wand, mehrere Schautafeln zeigen die verschiedenen Designs der Schalter, Taster und Steckdosen. Eine Firma, die Antennenzubehör verkauft, stellt die verschiedenen Möglichkeiten der Hausverkabelung anschaulich auf einer weiteren Tafel dar. Es beschleicht mich ein Gefühl aus der Kindheit, ich erinnere mich, wie ich als Kind mit der Milchkanne losgeschickt wurde, um in Tante Ännes Laden lose Milch zu kaufen. Anmutig wie in den 60er Jahren bei Frau Änne stehe im Großhandel von Dieter R. Ware sieht man nicht, man weiß, was man kaufen will.

    Dieter R betreibt seinen Großhandel mit seinem Sohn, der nur unwesentlich anders gekleidet, vielleicht nicht ganz so spießig, mit Lederweste über seinem Hemd, zu seiner fast-Glatze steht und auf ein Toupet verzichtet.

    Beide bewegen sich in absoluter Gelassenheit und Ruhe. Jede Bewegung sitzt, jeder Schritt hat in jahrzehnter langen Routine eingeschliffen. Kein Wort zuviel kommt über ihre Lippen. Fast könnte man meinen, sie seien mürrisch, aber nein, jede Frage, auch eine solche, die einen als Hobby-Elektriker outet, wird freundlich und zuvorkommend beantwortet. Den Zettel, auf den sich Dieter R. meine Bestellung notiert hat, braucht er nicht. Er sortiert nur anders. Ich bestelle einen Schalter, aber für Dieter R besteht ein Schalter aus drei Teilen: Dem eigentlichen Schalter, der Wippe und dem Rahmen. Das muss er sich natürlich getrennt aufschreiben, denn der Rahmen passt um Steckdose, Taster oder Schalter.

    Ob ich Symbole auf den Wippen möchte. Ach ja, sage ich, das wäre schön. Da ich aber vorher nicht dran gedacht habe, muss ich überlegen. Fünf Wippen brauche ich, davon bitte ein Schlüsselsymbol für den Türöffner, zwei mit Lampensymbol für die Beleuchtung und zwei ohne Symbol. Dieter R zieht los und kommt nach einer gefühlten Ewigkeit mit allen gewünschten Dingen zurück.

    Mir fällt ein, das ich meine Lichterkette um einige Lampen erweitern möchte. Ob er auch Illuminationsfassungen habe, frage ich vorsichtig. Wer bastelt sich heutzutage noch Lichterketten selber, denn nur dafür sind diese Illuminationsfassungen geeignet. Aber Dieter R. ignoriert meine Frage und antwort nur mit: „E14 oder E27?“ Ha, ich wusste gar nicht, dass es auch Illuminationsfassungen in E14 gibt… Also sage ich schnell: „E27“ – und schon dreht Dieter R ab, diesmal in die andere Richtung. Und es dauert auch etwas länger. Illuminationsfassungen werden wohl nicht allzu häufig nachgefragt. Dacht ich mir’s doch. Dieter R kommt mit hängenden Schultern und schlurfenden Gang zurück. Er sucht nun seinen Quittungsblock. Einen Computer sieht man im Verkaufsraum nicht. Er geht hin und her, hebt dicke Kataloge hoch, guckt unter Papierstapel. Sein Sohn ignoriert ihn völlig. Erst als Dieter R ihn fragt, ob er seinen Quittungsblock gesehen habe, greift er wie automatisch vor sich und fördert den Quittungsblock zu Tage und wirft ihm wortlos seinem Vater hin. Der nimmt ihn kommentarlos und beginnt jede einzelne Postion mit Bestellnummer handschriftlich auf den Block zu notieren. Nachdem er das mit absoluter Ruhe und Gelassenheit getan hat, greift er sich zwei dicke Kataloge, um noch die Preise heraus zu suchen, die er nicht im Kopf hat. Ich vermute, die Preise der Illuminationsfassungen E27. Mit 2,22 € für zwei Stück sind sie erstaunlich preiswert. Die Wippen mit den Lichtsymbolen sind dagegen mit 7,04 € erstaunlich teuer. Hätte ich das gewusst, hätte ich auf die Symbole verzichtet. Aber Dieter R jetzt noch mal loszuschicken um die billigeren Wippen zu holen, wäre unprofesionell. Schließlich bestellt man ja, was man braucht und entscheidet nicht an Hand des Preises. Wir sind ja nicht im Supermarkt. Eine Seite des Quittungsblocks reicht nicht. Er beginnt eine zweite Seite mit dem Wort „Übertrag“.

    Der Verkaufsraum hat sich mittlerweile gefüllt. Er herrscht absolute Ruhe. Keiner der Kunden bewegt sich. Nichts könnte Dieter R. zu Eile antreiben. Er schreibt ordentlich, jedes Zeichen ist lesbar. Er hat alle Preise ermittelt und zieht den Tischrechner zu sich. Jede einzelne Zahl will eingetippt werden. Zwischensumme. Mehrwertsteuer. Skonto. Ich bin Barzahler. Aus der Vergangenheit weiß ich, dass ich mit EC-Karte zahlen kann. Aber ich werde unsicher. Wenn ich mich falsch erinnere und Bargeld brauche, was dann? Aber nein, er nimmt wortlos meine Karte, geht zum Ende des 5-m-Tresens und steckt die Karte in den Kartenleser. Ich folge ihm unaufgefordert und tippe meine Geheimzahl ein.

    Dann fragt er noch nach meinem Namen und der Adresse. Die Summe übersteigt 150,00 €, da verlangt das Finanzamt nach Firmenname und Adresse. Er schreibt es ohne Vornamen und ohne Postleitzahl auf den Quittungsblock. Offensichtlich verlangt das Finanzamt keinen Vornamen und keine Postleitzahl. Ich vertraue Herrn R. und verabschiede mich. Morgen fahre ich wieder hin, ich habe etwas vergessen. Ich freu mich drauf, der Einkauf bei Herrn R ist ein Erlebnis für sich. Und das alles läuft für mich seit 20 Jahren genauso ab. Für Dieter R wahrscheinlich schon seit 50 Jahren…

  • Der Bauwagen

    02.05.2014

    Ich hab ja einen alten Bauwagen im Garten stehen.

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    Er diente mal als Ausweichquartier für meine Mutter, als ihr Haus umgebaut wurde. Danach war er Wind und Wetter ausgesetzt, es regnete herein und mehr als Gartenmöbel konnte man darin nicht mehr lagern. Nun dachte ich, dass er doch eine prima Datsche abgeben könnte, eben nur in der Stadt.

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    Gesagt, getan. Ich also kurzerhand nach Düsseldorf gefahren, den Wagen ausgeräumt und entmüllt, Innenausstattung herausgerissen. Überraschung unter den Bodenplatten: In dem mit Dämmwolle gefüllten Zwischenraum waren ausgedehnte Mäusenester sowie das Winterquartier eines Eichhörnchens.

    So sieht’s heute aus und morgen geht’s weiter…

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    Ein Mäusenest:
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  • Wieder da. Oder: Die Familiengeschichte.

    30. April 2014

    Ich grüße alle meine ach so zahlreichen Blogfreunde und -leser. Besonders natürlich die unermüdliche Iljos. Du hast ja offenbar eine Leidenschaft gefunden, die keine Leiden schafft, sondern nur Freude. Zum erneuten Male meine Hochachtung vor der Beständigkeit deiner fotografischen Arbeit!

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    Ich melde mich hier mal wieder zu Wort, zum einen weil eine liebe alte neue Freundin konsequente Facebook-Verweigerin ist aber dennoch bereit war – mit einem tiefen Seufzer – sich auf FB anzumelden, um die von mir in die Welt gesetzten Neuigkeiten mitlesen zu können, woraufhin ich ihr allerdings sagte, dass sich das kaum lohnen würde, denn mit der Anzahl der „Freunde“ steigt auch die Inhaltslosigkeit der Postings.

    Ein weiterer Grund liegt darin, dass über die Jahre gesehen schon so etwas wie ein (löchriges) Tagebuch entsteht, und auch – oder gerade – ich selbst lese dann gerne (oder auch mal weniger gerne) die ein oder andere Begebenheit erneut. Dann macht es auch nicht viel aus, wenn man nicht das große Publikum erreicht, denn Einträge, die man auf Facebook macht verschwinden im Netznirvana.

    Und der dritte Grund ist der, dass ich mich auf Ahnenforschung begebe und meiner Familie gut auf diese Adresse verweisen kann, dass sie dort bei Interesse an neuen Erkenntnissen teilhaben können.

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    Ein bißchen feile ich noch am Layout, ich habe die Spalte für die Fotos etwas breiter gemacht, aber die Fotos noch nicht, deswegen sieht es noch nicht so aus, wie ich es gerne hätte, das kommt dann peu á peu.

    Erste Erkenntnisse in Sachen Ahnenforschung gibt es schon, denn schon mein Großvater, 1920 gestorben, hatte wohl eine Schwäche für die französische Sprache, steht doch auf seinem Grabstein „Mathieu“, was mich schon wunderte, denn es war der einzige ausländische Name, der mir bis dato in der ganzen Familie bekannt gewesen ist (Oma Luise nannte sich Luise, obwohl im Geburtsregister „Louise“ steht). Des Rätsels Lösung liegt wohl in einer selbständigen Umbenennung, steht er doch im Geburtenbuch schön deutsch als „Wilhelm Mathias“. Nun, es sei ihm nachzusehen, war seine Frau doch eine geborene Joyeux.

    Das sind allerdings Erna+Hugo 1931
    Das sind allerdings Erna und Hugo 1931

    Jedenfalls schien er seine frankophile Vorliebe auf meine Mutter (gest. 1993) vererbt zu haben, denn auch sie fühlte sich dem französischen hingezogen und hatte sich zum Ziel gesetzt, Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ im Original zu lesen. Ganz hat sie das nicht mehr geschafft, aber immerhin hatte sie, nach mehrjährigem Studium der Sprache, damit angefangen. Einer ihrer Lieblingspolitiker war einer der französischen Außenminister. Nicht etwa weil sie seine Politik so aufregend fand, vielmehr begeisterte sie sich für den Klang seines Namens. Er hieß Couve de Murville und immer wenn sie diesen Namen im Radio hörte, wiederholte sie ihn laut und voller Begeisterung. (Interessant, was einem so im Gedächtnis bleibt…)

    Und nicht zuletzt verdanke ich ihrer Liebe zur französischen Sprache auch meinen Namen, obwohl sie eigentlich „Jean-Baptiste“ favoriserte, aber sie hatte ein Einsehen, zügelte ihre Begeisterung, weil sie, wohl zu recht vermutete, dass dieser Name doch etwas zu exaltiert für ein Kind in den 60ern geklungen hätte. (Diese Erkenntnis wünschte man auch den Eltern von den Schantalls östlich des Rheins. Obwohl es dann solch kernige Sätze wie „Schantall, tu die Oma ma winken!“ nicht geben würde). (Hoffentlich liest Chantalle hier nicht mit…)

    Und ich wiederum, des Französischen nicht mächtig, aber doch mindestens so frankophon wie mein Großvater Mathieu, habe es ihm gleich getan und mein deutsches Dominik eigenmächtig in das französische „Dominique“ abgeändert. Nur hat es bei mir im Gegensatz zu ihm bisher nicht zu einer französischen Frau gereicht. Man stelle sich vor, ich würde eine Mademoiselle Jouyeux ehelichen, ihren Namen annehmen und fortan „Dominique Joyeux“ heißen, und das mit einem französischen Wortschatz, der bei „Bon jour“ und „Le temps est beau“ endet… (Halt – „peu á peu“ kann ich ja auch noch, und „Trottoir“. Aber das war im Rheinland ja Umgangssprache, die wir der Besetzung des Rheinlandes durch Napoleon verdanken. Ebenso wie den legendären Namen einer Straße in der Düsseldorfer Altstadt: „De Retematäng“, der auf Napoleon zurückgehen soll, der die Straße „Rue de Matin“ taufte.

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    Aber da fällt mit ein (und so komm ich vom Hölzken auf’s Stöcksken – ugs. für „vom Hundertsten ins Tausendste kommen“- für die Saarländer unter den Lesern), dass ich einen Michael Beautemps kenne, vielleicht kann ich den ja heiraten. „Dominique Beautemps“ – und immer geht die Sonne auf, wenn ich auftauche. (Oder doch besser, wenn ich schon bei Nomen est Omen bin, „Dominique l’Argent“ etwa: Dommel, der Geldsack?)

    Liest noch jemand mit? Denn ich habe, bevor ich zum Wesentlichen komme, noch ein Anekdötchen aus früherer Zeit, was ich auch heute im Stadtarchiv (im Düsseldorfer Stadtarchiv natürlich, denn die Kölner haben das ihrige ja dem U-Bahn-Bau geopfert) entdeckt habe.

    Denn im Jahre „achtzehnhundertvierzigfünf“ waren es die Männer, die die Kinder zur Welt brachten. So steht es im Geburtsregister: „…erschien der Heinrich Ecken … der erklärte, daß von ihm und seiner Frau Catharina Klömpges (wahrscheinlich Tochter eines Bonbon-Fabrikanten) ein Kind männlichen Geschlechts geboren sei, welchem Kinde die Vornamen Johan Gerard beigelegt wurde“.

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    So, Glückwunsch an alle, die bis hier gelesen haben. Jetzt streue ich noch ein paar Bilder ein und doch erst morgen geht es dann zu dem Wesentlichen nämlich warum der Maler Theo Champion im Familiengrab derer zu Ecken liegt, was ich heute so en passant (noch was auf franz.!) herausgefunden habe, obwohl ich es (noch) gar nicht verfolgt hatte.

    champ

  • Der Bruce

    05.02.2013

    Ich hab zwar noch nie einen Film mit ihm gesehen und eigentlich verbindet uns nur unsere deutsche Herkunft und die modische Frisur. Schon beim Geburtsjahr unterscheiden wir uns schon durch ein Jahr und beim Einkommen dürfte der Unterschied noch etwas größer sein. Aber seit ich ihn gestern bei einer Filmpremiere erlebt habe, denke ich, dass er auch so ein netter Kerl ist, wie ich. Jedenfalls hat er sich bereitwillig und ausgiebig, oft mit einem verschmitzten Lächeln, fotografieren lassen. Hier gibt’s ein paar Bilder.

    Der Bruce

  • Gala Fashion Brunch

    21.01.2013

    Hier gibt’s ein paar Bilder vom Gala Fashion Brunch 2013.
    Klick auf den Schuh!

  • New York

    26.09.2012

    Hier ein paar Impressionen von meiner New York – Reise
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  • Neues Glück

    Endlich habe ich meiner langjährigen Geliebten den Laufpaß gegeben. Ich bin zu meiner großen und ersten Liebe zurückgekehrt. Ich hätte es schon längst machen sollen, aber nicht immer kann man bedingungslos seinem Herzen folgen. Manchmal stehen gewichtige Gründe dem Glück im Weg und man muss sich bescheiden, Ärger in Kauf nehmen und viele Zicken ertragen.

    Gestern war ich endlich mit meiner großen Liebe nach all den Jahren der Entbehrung erstmals wieder gemeinsam aus. Und es war ein Traum. Ich habe direkt intuitiv mit ihr umgehen können und obwohl die Sonne nicht schien hat sie alle meine Wünsche erfüllt. Sie war scharf wie immer, nicht so ein Wischi-Waschi wie meine Ex-Geliebte und hat mich selbstlos unterstützt.

    Meiner Ex-Geliebte gegenüber habe ich auch kein schlechtes Gewissen. Wer mich so oft enttäuscht hat, mich so oft im Stich gelassen hat, hat es nicht besser verdient. Jetzt kann sie sich wieder auf dem freien Markt neue Liebhaber suchen. Ich werde sie abstoßen, bei ebay werde ich sie verhökern.

    Ich werde mit meiner neuen, alten Liebe wunderschöne Stunden, Tage und Wochen erleben, sie wird mir eine treue Begleiterin sein.

    Es war von Anfang an verkehrt, sie fallen zu lassen, ich hätte ihr eine größere Chance geben müssen, sich zu bewähren, als ich getan habe. Damals haben mich schöne Augen aus Willich angeblinzelt und ich bin schwach geworden.

    Ich hätte es wissen müssen, da meine große Liebe ja in Düsseldorf beheimatet ist, da nimmt man einfach keine aus Willich. Willich… Pff.

    Hier ein Foto von meiner neuen, alten Liebe… Und über C. decken wir lieber den Mantel des Schweigens…

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  • Der Abi-Ball…

    …meiner Tochter war heute. Der Abiball war prima, ein schönes Fest. Aber der Weg dorthin war gesäumt von Pleiten, Pech und Pannen. Nein, nicht der Weg der Tochter dorthin, der verlief zügig und durchgängig.

    Nein,i ch meine das wörtlich, wenn ich vom Weg dorthin spreche.

    Los geht’s mit dem Termin – 5. Juli, denn momentan ist in Berlin Fashion Week, für die ich gebucht war. Als ich das zusagte, hatte ich natürlich überhaupt nicht auf dem Schirm, dass am 5.7. Abiball der Tochter ist. Und natürlich hat das oberste Prorität. Also musste ich mich erstmal bei der Agentur beliebt machen und sagen, dass ich Donnerstag und Freitag quasi nicht arbeiten kann.

    Aber Mittwoch abend hatte ich noch einen wichtigen Termin gemacht. Und weil ich Mittwoch 14 Stunden auf der Fashion Week war, war ich abends sehr, sehr müde und habe nicht mehr die Bilder verschickt. Das wollte ich dann am nächsten Morgen machen. Leider war ich am Morgen etwas im Tran und habe die Karten mir dem Bildern gelöscht, bevor ich sie auf meinen Computer überspielt hatte. Also hab ich mir ein Recoveryprogramm runter geladen und versucht doe Bilder wieder herzustellen. Klappt nicht – die Agentur ruft an, wo die Bilder bleiben. Ich werde nervös, muss ich doch mittags zum Zug.

    Aber ich lebe ja in Berlin. Da erreiche ich den Bahnhof, die Metro, den Baumarkt und den heißesten Club der Stadt locker mit dem Fahrrad, also kann ich auch zu dem Computerspezialisten, der verlorene Dateien wieder herstellen kann, mit dem Fahrrad fahren.

    Und der macht das auch, innerhalb einer Stunde. Wunderbar. Also Bilder gerettet, zur Agentur geschickt und alles ist gut. Den Zug, den ich eigentlich nehmen wollte verpasse ich zwar, aber was ist schon eine Stunde. Dachte ich.

    Denn der Zug danach hatte leider, leider auf halber Strecke einen Schaden an der Lok, wir blieben auf der Strecke liegen. Dann fuhr er immerhin noch zum naächsten Bahnhof, von wo aus dann die Regionalbimmelbahn nach Düsseldorf fuhr. „Nur“ eine Stunde Verspätung. Macht schon zwei…

    Am Bahnhof schnell ins Taxi, die Straßenbahn braucht zu lange. Dachte ich. Aber leider war der direkte Weg in den Stadteil, wo ich hin musste, wegen einer Bombenentschärfung gesperrt. Und, natürlich, die Umfahrungsstraßen waren völlig überlastet. Also: Noch weiter umfahren. Kost ja nix, ist ja bloß ein Taxi. Einziger Trost: Die Bahn wäre auch nicht durchgekommen.

    Aber letzten Endes bin noch angekomen, und alles war gut.

    Aber als ich wieder weg wollte fuhr mir einen Bahn vor der Nase weg. Es war 23:40. Naja, dachte ich, shit happens, nimmste die nächste Bahn. 20 Minuten gewartet, anschließend gewundert: Es kam keine Bahn mehr. In Düsseldorf kommt man um 12 Uhr nachts nicht mehr mit den öffentlichen in die Stadt. Ich hatte den Fahrplan nicht genau genug gelesen…

    Also wieder ein Taxi genommen, und schon befürchtet, dass ich nicht mal mehr ein Absacker trinken könnte, weil schon alles zu hat. Wir hatten ja schon halb eins, und wir befinden uns in Düsseldorf. Aber dem war nicht so, und so sitze ich ganz entspannt in einer lauen Sommernacht vorm „Prinzinger“ am Lueg-Platz und tippe meine Erlebnisse in den Blog…

    Alles ist gut. 🙂

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