Schlagwort: ausstellung

  • Vernissage im Januar

    15. Januar 2011

    Vernissage Juergen Teller

    Nach einer längeren Schaffenspause hier mal wieder ein paar Portraits von einer interessanten Vernissage. Der Fotograf Juergen Teller hat nachts im Louvre zwei nackte Frauen zwischen Skulpturen fotografiert, wie der Pressetext sagt: „…auf die für ihn typisch unprätentiöse Weise“. Das stimmt auffallend. Und was was bei manchen für Anfängerfehler gehalten würde – direkter Blitz, knallharte Schatten, Überbelichtungen, Reflexe, teilnahmslos dreinblickende Modelle – heisst hier: „…asymetrische Raumlinien zeugen von Spontaneität…“ und „…Strategie des technisch unperfekten, die der Fotografie Tellers ihren intimen Charme, aber auch ihre Unverfrorenheit und zuweilen Derbheit verleihen.“ Nun ja. Sicher, interessante Arbeiten, aber ich war ja neben den Arbeiten Tellers an ihren Betrachtern interessiert und davon sind einige hier zu sehen.

  • Museum Folkwang

    08. April 2010

    Neulich war ich im neuen Folkwang-Museum in Essen, dass 1933 zum „Schönsten Museum der Welt“ erklärt wurde. Als Stätte des Sammelns und Vermittelns neuer und neuester Kunst konnte das Museum Folkwang in wenigen Jahrzehnten Weltruf erlangen, weshalb es während des Dritten Reiches zur Zielscheibe nationalsozialistischer Hetzkampagnen wurde.

    Mehr als 1400 Werke sind als „entartet“ gebrandmarkt, konfisziert und zum Teil in alle Welt verkauft worden. Der große Verlust unersetzlicher Bilder und die Zerstörung der beiden Museumsgebäude im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs verwüsteten das Museum Folkwang und seine bedeutende Sammlung so schwer, dass nach 1945 nur noch Ruinen übrig waren. In der aktuellen Ausstellung steht die Rekonstruktion der Sammlung im Mittelpunkt, die von Karl Ernst Osthaus 1902 begründet und kurz nach seinem frühen Tod 1921 nach Essen gelangte, bevor sie von den Nationalsozialisten aufgelöst wurde.

    Dazu gibt es Leihgaben aus Museen zu sehen, die seinerzeit den Ruf des Folkwang-Museum begründeten. Klick hier.DOM_8411

  • Camera Work: Andreas Mühe

    Mal wieder ein paar „Pictures at an exibition“. In der Charlottenburger Galerie CameraWork gab es die Eröffnung einer Ausstellung mit Werken von Andreas Mühe. Einige Portraits der Besucher von mir gibt es hier.

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  • Ostkreuzschule und Kunst in Neukölln

    Das war mal wieder typisch: Viele spannende Sachen an einem Abend. Die Vorstellung der Abschlußarbeiten des 3. Jahrgangs der Ostkreuzschule, Konzert mit Kat Frankie und die Erkundung der Neuköllner Kunst- und Galerieszene. Die Folge war eine lange Radwanderung durch Berlin.

    Fangen wir mit dem letzten an: Nachdem nun Berlin-Mitte mit Galerien übersät ist, Prenzlauer Berg schon mit Designerschmuck- und Bioläden kaum mehr freien Platz bietet, Friedrichshain die Künstler wohl noch mit brennenden Autos verschreckt, zieht die Kunstszene eben nach Neukölln. Mir nicht ganz verständlich, hatte ich doch bei meiner gestrigen Tour das Gefühl eher im Niemandsland gelandet zu sein. Es scheint auch noch in der Anfängen zu stecken, denn manches, was ich dort entdeckte war auch eher dem Kunsthandwerk als der Kunst zuzuordnen, und manches als Kunst deklarierte diente doch eher der Partyraum-Ausstattung.

    Von den Arbeiten der Ostkreuzschüler hingegen war ich – mal wieder – schlichtweg begeistert. Bei vielen Arbeiten steht die Auseinandersetzung mit Menschen im Vordergrund, Maren von Kummer begleitet eine Dreizehnjährige ein Jahr auf ihrem Weg aus der Kindheit, Philip Maubach berichtet über eine Boxschule für Jugendliche in Neukölln, André Wunstorf potraitiert Araber in Neukölln, David Wittenburg die Bewohner seines Hauses, Susanne Jakubzik lässt Promis und Penner die Augen schließen und viel Raum zum Grübeln, wie die geschlossenen Augen das Antlitz verändern.

    Tief bewegt war ich von den Portraits von Rebecca Sampson, die Menschen fotografiert hat, die sich wegen Esstörungen in stationärer Behandlung befinden. Selten habe ich Bilder gesehen, in denen Menschen ihr innerstes offenlegen. Wenn dieser klischeehafte Satz, dass das Foto ein Spiegel der Seele ist, passt, dann hier. Diese Hilflosigkeit, die Verzweiflung ist fühlbar. Die Mutter die ihre Tochter im Arm hält, wissend, dass sie mehr nicht tun kann. Die Fotos der übergewichtigen Mutter und ihrer untergewichtigen Tochter lässt einen hilflos und traurig zurück. Sampsons Bilder lassen eine Nähe erahnen, die sie auch bestätigt: Sie hat mit den Menschen gelebt, hat sich Wochen in der Klinik aufgehalten, war den Menschen nahe.

    Hier geht’s zu den Bildern.

    Ausstellung Ostkreuzschule im jüdischen Mädchengymnasium

  • Berliner Kunstsalon

    25. September 2009

    Die Sonne scheint noch mit Kraft, ich genieße den Spätsommer, aber der Herbst kommt und mit ihm jede Menge Kunst. In dieser Woche gleich mit vier Messen und jeder Menge weiterer Vernissagen. Gleich die erste Messe, der „Berliner Kunstsalon“ mit für mich hochattraktivem fotografischen Schwerpunkt in dem ebenfalls höchstattraktiven „Humboldt Umspannwerk“, war ein Fest der Sinne, was Begegnungen und Kunst anbelangt. Hier ein Blick in einen der Ausstllungsräume und weitere Impressionen.IM1Y9425_

  • Universität der Künste – Mein Rundgang 09

    19. Juli 2009

    Auf meinem Rundgang beim Tag der offenen Tür an der Universität der Künste habe ich die Studenten auf’s Korn genommen, die in den Räumen die Werke präsentieren und für Fragen der Besucher zur Verfügung stehen. Bitte hier oder auf das Bild klicken!UdK 09

  • Die Fotografin Sibylle Bergemann

    25. Juni 2009

    Hier ein Portrait der Berliner Fotografin Sibylle Bergemann. Aufgenommen bei der Eröffnung ihrer Ausstellung „New York – New York“ in der Galerie argus.

    Sibylle Bergemann, ©fotoecken.com

    Sibylle Bergemann wurde 1941 in Berlin geboren und arbeitete lange Zeit für die DDR-Modezeitschrift „Sibylle“. 1990 gehörte sie zu den Gründern der Agentur Ostkreuz, der sie auch noch angehört.
    Nachtrag: Nach langem Kampf gegen Krebs verstarb sie im November 2010.

  • Thomas Wrede bei Wagner & Partner

    15. März 2009

    Die Fotos von Miniaturen – früher sagte man „Faller-Häuschen“ dazu – die in perfekter Inszenierung abgelichtet und auf riesige Formate aufgeblasen werden, natürlich auf schönstem alu-dibond gedruckt hinter Acryl sind ja schwer in Mode gekommen. Verblüffend ist perfekte Illusion und die Absurdität, die die Bilder hervorrufen. In Berlin gab es am letzten Freitag eine Eröffnung in der Galerie Wagner & Partner mit Werken von Thomas Wrede.

    Wobei die Galerie als solche schon einen Besuch wert ist. Vor kurzem von der Szenegegend in Berlin-Mitte in die Zuckerbäckerbauten der Karl-Marx-Alle gezogen, ist sie die Vorhut der Szene, die sich anschickt das ehemalige Ost-Berliner Arbeiter- und später Hausbesetzerviertel Friedrichshain zu erobern, wo regelmäßig protzige Autos angezündet werden.


    Weitere Information auf der Website des Künstlers (auf der das Eröffnungsdatum falsch angegeben ist) und der Website der Galerie Wagner + Partner.

    Die Ausstellung läuft bis 25. April 2009, Karl-Marx-Allee 87, 10243 Berlin

  • Annie Leibovitz im c/o Berlin

    22. Februar 2009

    Am 20. Februar 2009 eröffnete im c/o Berlin Annie Leibovitz ihre Ausstellung „A Photographer’s Life 1990 – 2005“. Leibovitz zeigt eine Werkschau ihrer beruflichen Arbeiten und private Bilder, die sich zu einer Chronik der letzten 15 Jahre zusammenfügen. Bilder ihrer Familie und Freunde stehen Auftragsarbeiten Prominter gegenüber.

    Leibovitz gehört zu den berühmtesten Fotografen unserer Zeit, ihre Bilder erscheinen seit über 30 Jahren auf den Titeln zahlreicher Magazine. Seit 1970 arbeitete sie beim Rolling Stone Magazine, ihr erster Auftrag war eine Titelgeschichte über John Lennon. Später wechselte sie dann zu Vanity Fair und arbeitet seit 1998 auch für die Vogue. Neben ihrer redaktionellen Arbeit fotografierte sie Werbekampagnen, u.a. die legendäre Serie für American Express.

    Hier gibt’s einige Bilder von der Ausstellungseröffnung.

  • Jan Banning bei Cicero

    22. November 08

    Eine sehr beeindruckende Fotoausstellung hatte in der CiceroGalerie Eröffnung: Bureaucratics von Jan Banning.

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    Jan Banning zeigt hier Portraits von Staatsdienern an ihren Schreibtischen in aller Herren Länder. Über fünf Jahre arbeitete er an seinem Projekt und bereiste die halbe Welt. Cicero zeigt Fotos aus Indien, Russland, Bolivien, Liberia, Frankreich, Jemen, China und den USA. Mit Bildern vom einfachen Archivar bis zum Präfekten hat Banning eine fotografische Studie über Rituale und Symbole in der öffentlichen Verwaltung geschaffen.

    Hier einige Fotos von der Eröffnung.