08.08.08
Kommentarlos einige Impressionen vom vorletzten Freitag, als ich die Openings in der artMbassy, Galerie Degenhartt und Siguaraya-Gallery besuchte.
08.08.08
Kommentarlos einige Impressionen vom vorletzten Freitag, als ich die Openings in der artMbassy, Galerie Degenhartt und Siguaraya-Gallery besuchte.
10. Juli 2008
Vor einigen Monaten habe ich die „Cicero“-Galerie entdeckt, direkt am Hackeschen Markt. Eine „Galerie für politische Fotografie“, wie sie sich nennt. Das weckte natürlich mein Interesse. Wer tritt mit diesem Anspruch an, und das auch noch in nicht unbescheidenem Umfang? Eine riesige Ausstellungsfläche, beeindruckende Fotografien, deren politischer Anspruch über den tagespolitsiche Tellerrand weit hinausgeht.
Klar war, das so etwas nicht aus der Portokasse zu finanzieren ist. Dahinter steckt der größte Schweizer Medienverbund, die Ringier-Gruppe.
In Deutschland sind mir (Medien-) Aktivitäten von Ringier noch nicht weiter aufgefallen, das Lifestyle-Magazin „Cicero“ wird gepusht, aber sonst kannte ich Ringier eben nur als Schweizer Unternehmen, deren u.U. bekanntestes Produkt das „Bild“-Zeitungspendant „Blick“ ist.
Eine direkte Motivation der Ringier-Gruppe sich hier im Kunstsektor zu engagieren, erschließt sich mir nicht und auch der hiesige Verlagsleiter, Martin Parr, konnte mir da nicht wirklich weiterhelfen. Aber vielleicht bin ich auch zu mißtrauisch, was Aktivitäten von Großkonzernen in Geschäftsfeldern anbelangt, die nicht ausschlißlich die Profitmaximierung im Auge haben. Kann ich mir doch z.B. solche Aktivitäten durch z.B. den Springer-Verlag beim besten Willen nicht vorstellen.
Die aktuelle Ausstellung „Chelsea Hotel“, mit Fotos von Daniele Dainelli und Cellina von Mannstein ist sehr sehenswert, wenn gleich auch die politischen Intention nicht ganz so groß ist, wie bei den vorangegangenen Ausstellungen über Slumbewohner in Sao Paulo, von Julio Bittencourt, die zwei leerstehende Wohnblocks illegal besetzt hatten und Fotos von Roma und Sinti. Es ist mehr die persönliche Sicht auf ein legendäres Hotel.
Der wohl legändere ehemalige Leiter des Hotels, Stanley Bard, war auch eingeladen konnte aber wegen seines fortgeschrittenen Alters nicht an der Eröffnung teilnehmen. Er schrieb ein kurzweiliges Grußwort, das zum großen Vergnügen der Besucher von Jan Josef Liefers vorgetragen/interpretiert wurde.
Hier sind ein paar Eindrücke von der Eröffnung der Ausstellung.
04. April 2008
Als ich neulich durch die Galerien in der Brunnenstraße schlenderte, stach ins Auge, dass viele (eigentlich alle) Galeristen, bzw. deren Mitarbeiter hinter Computer-Monitoren hervorlugten. Vielleicht wird das mal eine Serie, hier schon mal die Spontan-Ergebnisse (bitte auf das Bild klicken):
25. Febr. 2008
Ich war ja bei den klassischen Vernissagen-Freitagen auf der Brunnenstraße, als sich noch Galerie an Galerie reihte immer auf der Suche nach interessanten Gesichtern. Niemand verweigerte sich dem Fotografen, aber die Künstlerin Emmanuelle Rapin und ihre Galeristin haben sich inszeniert. Der Fotograf dankt mit einer kleiner Galerie 🙂 (Öffnet sich durch Klick auf das Foto)
21. Dez. 2007
Ist schon irre, wer alles seine Waren in Kreuzberger Kneipen anbietet. Ich saß mit einer Freundin bei einem Schoppen Wein, und es kamen im Laufe des Abends vierzehn Menschen oder Gruppen, die ihre Dienste anboten und dafür einen Obulus erwarteten. Im einzelnen:
-Einer, der seine eigene Musk auf CD verkaufen wollte
-Drei (!), die Polaroid Fotos von den Leuten machen wollten
-Einer, der belegte Baguettes anbot
-Einer, der Brezeln anbot
-Eine Frau, die Blumen verkaufte
-Zwei, die ein kostenloses Probe-Abo der SZ, bzw. der FR anboten
-Zwei Zeitungsverkäufer
-Ein Duo, die Gitarre spielten
-Ein Trio mit Gitarre, Schlagzeug und Balalaika (siehe Fotos)
-Ein Obdachlosenmagazinverkäufer.


Vorher waren wir noch auf einer etwas eigenwilligen Vernissage: Die Adresse lautete Sox, Oranienstr. 175. Wir kamen an und trafen auf eine kleine Gruppe von Leuten, die auf dem Bürgesteig standen, neben einem kleinen Tisch mit Sekt und Gläsern. Auf die Frage, wo denn die Ausstellungseröffnung sei, wiesen sie nur auf eine Vitrine, deren Scheibe bemalt war. Nun wurden wir aufgeklärt, dass es, entgegen unserer Annahme, keine Galerie im klasssichen Sine ist, sondern eben eine Vitrine auf der Oranienstrasse, in der regelmäßig Werke ausgestellt werden ( www.sox-berlin.com ) Dieses Werk trägt den Titel: „Das Büfett“. Naja.

30. Nov. 2007
Es gibt im Zusammnenhang mit der unten beschriebenen Ausstellung „Die erfüllte Leere“ eine Fotoausstellung von japanischen Fotografen im Kunstmuseum Wolfsburg. Für mich war die Erfahrung interessant, dass ich die Serie „Seascapes“ (Seestücke) des Fotografen Hiroshi Sugimoto äußerst faszinierend fand, obwohl mich sonst diese Art Bilder eher weniger berühren.
Es sind schwarz-weiß Fotos auf denen Meeresansichten zu sehen sind, unten Wasser, ober Himmel. Mehr nicht. Keine Schiffe, keine Vögel, nichts. Sie strahlen eine unheimliche Ruhe aus, es verführt dazu innezuhalten, sich die Struktur des Wassers genau anzusehen, sich vorzustellen, was hinter dem Nebel, oder hinter dem Horizont kommt. Eine excellente Weiterführung der gleichzeitig stattfindenden Ausstellung „Die erfüllte Leere“. Sugimoto hat zwischen 1980 und 2002 rund 600 dieser Fotos angefertigt, von der Hälfte sind Abzüge gemacht worden.
Hier ein Blick in den Ausstellungsraum:

Eine weitere Serie des Künstlers ist auch sehr reizvoll: Hier hat Sugimoto Filmtheater und Autokinos fotografiert. Und zwar vom Standpunkt des Filmprojektors aus und als einzige Lichtquelle diente der auf der Leinwand abgespielte Film. Die Belichtungszeit entsprach der gesamten Laufzeit des Filmes. Dadurch wurde die Leinwand strahlend hell.
29. Nov. 2007
Ich hab mir gestern im Kunstmuseum Wolfsburg zwei wunderbare Ausstellungen angesehen: „Japan und der Westen – Die erfüllte Leere“ und eine Fotoausstellung von drei japanischen Fotografen.
Es wird dort moderne westliche Kunst traditioneller japanischer Kunst gegenüber gestellt. Eine sehr schöne ruhige, besinnliche Ausstellung. Eindrucksvoll präsentiert.
Der gemeinsame Aspekt, der die Artefakte in Wolfsburg zusammenführt, ist die „Schönheit der Leere“. Während das Phänomen des Minimalismus neben der Abstraktion ein Hauptmerkmal der westlichen Moderne im 20. Jahrhundert bildet, kennt die japanische Kultur die „erfüllte Leere“ und die kunstvolle Einfachheit schon seit dem 12. Jahrhundert und das nicht nur als Ausdruck der Zen-Philosophie, sondern als generelles Prinzip der Gestaltung.“ (Zitat Kunstmuseum, Wolfsburg)
Es wurden viele kleine Räume gebaut, in denen jeweils zwei Werke gezeigt werden, ein japanisches wurde dem westlichen gegenüber gestellt. Man hat ein wenig das Gefühl, durch ein Labyrinth zu gehen. Ungeheuer spannend, dort durch zu gehen, und es war dazu auch noch völlig ruhig, weil kaum Besucher da waren. Aber auch die, die da waren verhielten sich ganz andächtig ruhig.
Hier ein Blick in die Ausstellungshalle: 
Wenn man eintritt, eröffnet sich als erstes ein japanischer Pavillon, den man auch betreten kann.
Hier zwei Beispiele, wie minimalistisch die Räume gestaltet waren:
Es zeigt eine Nô-Maske (Typ ko-omote, Kleines Gesicht). Diese Masken wurden für die Darstellungen der anmutigen, jungen Frauengestalten in Drittspielen, Katsura Nô, geschaffen. Er spiegelt das weibliche Schönheitsideal der Heian-Zeit wieder.
Und eine Installation von Wolfgang Laib: Die fünf unbesteigbaren Berge. Wolfgang Laib wurde in den achtziger Jahren durch seine leuchtenden Rechtecke aus reinem Blütenstaub bekannt.
Hier ein Werk des amerikanischen Künstlers James Lee Byars. Die für Byars zentrale Idee der Vollkommenheit, wie er selber sagte THE PERFECT, drückt sich in Reinheit des Materials und abstrakter Qualität der Formen aus. Perfektion und Vollendung waren sein Motto und bestimmte die Vorstellung seines Denkens, Lebens und künstlerischen Handels, das im Idealfall eine Einheit bildete. (Zitat Kunstmuseum Wolfsburg)
Gegenüber gestellt einem kugeligen Gefäß mit vier Ösen aus der jap. Kofun-Zeit, 5. u. 6. Jhrdt.
Mehr zur Fotoausstellung in einem extra Beitrag.
13. Nov. 2007
Ein Künstler hatte eine Mauer-Nachbildung aus durchscheinendem Kunststoff vor dem Brandenburger Tor aufgestellt (die abends leuchtete), im Lustgarten waren Skulpturen von Fernando Botero ausgestellt, im U-Bahnhof Alexanderplatz gab es zwei Ausstellungen, und die Ecke Charlotten-/ Zimmerstraße im Wandel der Zeit. Und Anna.
09. Nov. 2007
Ok, ok, es ist erst November, aber nur wegen dem Wortspiel (der Dativ ist dem Genitiv sein Tod) wollte ich nicht bis zum Dezember warten. Zumal es ja auch „december“ heisst und nicht „Dezember“… Außerdem ist ja eher der März der magische Monat, wie es scheint, denn hier, im „december“, treffe ich bereits auf den dritten Galeristen, der seine Galerie im März eröffnet hat.
Jedenfalls habe ich gestern die Galerie „december“ in der Greifswalder Strasse besucht, in der zur Zeit die Ausstellung „Alexanderplatz“ mit Fotos von Harald Hauswald gezeigt wird. Und da kommt sie ja wieder hoch, meine Affinität zum geschichtsträchtigen Osten, gerade heute, am 9. November.
Und jetzt werde ich ausschweifend…: Denn ich erinner mich noch, wie meine damalige Freundin Sabine mich im November 1989 anrief und mich bekniete, doch mit ihr nach Berlin zu fahren, es sei dort gerade die Mauer gefallen.
Und ich weiß noch, das ich dem Ereignis ambivalent gegenüber stand (wegen linker Gesinnung und so) und auf keinen Fall diesen „Mauerfall-Tourismus“ mitmachen wollte. Auf der anderen Seite war Sabine diejenige, die mit mir meinen langgehegten Traum einer Foto-Reportage entlang der deutsch-deutschen Grenze verwirklicht hatte.
Ich hatte seit Jahren die Idee, mal an der deutsch-deutschen Grenze entlang zu fahren, um sie zu fotografieren. Aber es gab keine Eile, es gab keine Veranlassung zu glauben, dass die Grenze fallen würde. Aber weil Sabine auch Lust auf dieses Projekt hatte, sind wir im Sommer 1989 von der Rhön entlang der Grenze Richtung Norden gefahren (mit dem Vorhaben, im Jahr darauf Richtung Süden zu fahren, bis zur Grenze zur CSSR). Dann fiel im November 1989 die Grenze und wir hatten im Sommer (ohne es zu ahnen) die letzte Möglichkeit wahrgenommen, die Grenze als Grenze zu fotografieren.
Naja, jedenfalls sind wir im Dezember 89, nachdem im November die Grenze geöffnet wurde, noch einmal unsere Strecke vom Sommer gefahren, um die Veränderungen zu dokumentieren. Und die waren gewaltig. Ich kann jetzt leider nicht spontan mit Bildbeispielen dienen.
Leider waren wir nicht besonders geschäftstüchtig, d.h. wir haben unsere Bilder nicht vermarktet, zum anderen sind die Bilder auch sooo unterschiedlich, dass man einen vorher/nachher-Effekt kaum sieht. Vorher gabs ein Bild von einem Zaun, nachher gabs ein Bild von einer Strasse….
Was mich aber während unserer zweiten Tour sehr beeindruckt hat, war die Gastfreundlichkeit der DDR-ler. Wir (Wessis) konnten zu der Zeit problemlos in die (noch bestehende) DDR einreisen. Und wir wurden eingeladen, zum Essen, wir wurden bewirtet, es war für mich eine Freude zu erleben, dass Gastfreundschaft nicht nur eine hohle Phrase war.
Und, ich muss sagen (ich hab ja gesagt, dass ich ausschweifend werde), diese Erfahrung, hat sich bis in die heutige Zeit bestätigt. Man soll ja nicht pauschalisieren und ich möchte das auch gar nicht, aber meiner Erfahrung nach ist es oft so, dass „Ossis“ leichter über ihre Empfindungen und Gefühlen reden können, als „Wessis“.
Aber hier der eigentliche Anlaß meines Postings: Nämlich die Galerie des Fotografen-Kollegen Gerald Zörner, der im März seine Galerie in der Greifswalder Strasse 217 eröffnet hat und dessen Räumlichkeiten mir ausnehmend gut gefallen. Die Fotos, die er zur Zeit ausstellt, gefallen mir sehr, sie geben sehr eindrucksvoll Stimmungen wieder, es sind Fotos von Harald Hauswald, der jahrelang rund um den Alex fotografiert hat.
Nach so viel Text gibt es jetzt noch ein Foto vom Galeristen Gerald Zörner vor dem Werk seines Künstlers:
Ok, ok, es ist erst November, aber nur wegen dem Wortspiel (der Dativ ist dem Genitiv sein Tod) wollte ich nicht bis zum Dezember warten. Zumal es ja auch „december“ heisst und nicht „Dezember“… Außerdem ist ja eher der März der magische Monat, wie es scheint, denn hier, im „december“, treffe ich bereits auf den dritten Galeristen, der seine Galerie im März eröffnet hat.
Jedenfalls habe ich gestern die Galerie „december“ in der Greifswalder Strasse besucht, in der zur Zeit die Ausstellung „Alexanderplatz“ mit Fotos von Harald Hauswald gezeigt wird. Und da kommt sie ja wieder hoch, meine Affinität zum geschichtsträchtigen Osten, gerade heute, am 9. November.
Und jetzt werde ich ausschweifend…: Denn ich erinner mich noch, wie meine damalige Freundin Sabine mich im November 1989 anrief und mich bekniete, doch mit ihr nach Berlin zu fahren, es sei dort gerade die Mauer gefallen.
Und ich weiß noch, das ich dem Ereignis ambivalent gegenüber stand (wegen linker Gesinnung und so) und auf keinen Fall diesen „Mauerfall-Tourismus“ mitmachen wollte. Auf der anderen Seite war Sabine diejenige, die mit mir meinen langgehegten Traum einer Foto-Reportage entlang der deutsch-deutschen Grenze verwirklicht hatte.
Ich hatte seit Jahren die Idee, mal an der deutsch-deutschen Grenze entlang zu fahren, um sie zu fotografieren. Aber es gab keine Eile, es gab keine Veranlassung zu glauben, dass die Grenze fallen würde. Aber weil Sabine auch Lust auf dieses Projekt hatte, sind wir im Sommer 1989 von der Rhön entlang der Grenze Richtung Norden gefahren (mit dem Vorhaben, im Jahr darauf Richtung Süden zu fahren, bis zur Grenze zur CSSR). Dann fiel im November 1989 die Grenze und wir hatten im Sommer (unbewusst natürlich) die letzte Möglichkeit wahrgenommen, die Grenze als Grenze zu fotografieren.
Naja, jedenfalls sind wir im Dezember 89, nachdem im November die Grenze geöffnet wurde, noch einmal unsere Strecke vom Sommer gefahren, um die Veränderungen zu dokumentieren. Und die waren gewaltig. Ich kann jetzt leider nicht spontan mit Bildbeispielen dienen.
Leider waren wir nicht besonders geschäftstüchtig, d.h. wir haben unsere Bilder nicht vermarktet, zum anderen sind die Bilder auch sooo unterschiedlich, dass man einen vorher/nachher-Effekt kaum sieht. Vorher gabs ein Bild von einem Zaun, nachher gabs ein Bild von einer Strasse….
Was mich aber während unserer zweiten Tour sehr beeindruckt hat, war die Gastfreundlichkeit der DDR-ler. Wir (Wessis) konnten zu der Zeit problemlos in die (noch bestehende) DDR einreisen. Und wir wurden eingeladen, zum Essen, wir wurden bewirtet, es war für mich eine Freude zu erleben, dass Gastfreundschaft nicht nur eine hohle Phrase war.
Und, ich muss sagen (ich hab ja gesagt, dass ich ausschweifend werde), diese Erfahrung, hat sich bis in die heutige Zeit bestätigt. Man soll ja nicht pauschalisieren und ich möchte das auch gar nicht, aber meiner Erfahrung nach ist es oft so, dass „Ossis“ leichter über ihre Empfindungen und Gefühlen reden können, als „Wessis“.
Aber hier der eigentliche Anlaß meines Postings: Nämlich die Galerie des Fotografen-Kollegen Gerald Zörner, der im März seine Galerie in der Greifswalder Strasse 217 eröffnet hat und dessen Räumlichkeiten mir ausnehmend gut gefallen. Die Fotos, die er zur Zeit ausstellt, gefallen mir sehr, sie geben sehr eindrucksvoll Stimmungen wieder, es sind Fotos von Harald Hauswald, der jahrelang rund um den Alex fotografiert hat.
Nach so viel Text gibt es jetzt noch ein Foto vom Galeristen Gerald Zörner vor dem Werk seines Künstlers: