Schlagwort: Berlin

  • Keine Karnevalsbilder…

    Auf Wunsch eines einzelnen Herren, der mein diesjähriges Karnelvalsbild vermisste, habe ich mich extra in den närrischen Trubel gestürzt. Auch um mal zu erfahren, wie die Preußen Karneval feiern. Meiner Begleitung hatte ich nicht gesagt, was sie erwartet, ich fürchtete, sie hätte meinen Vorschlag angesichts zu erwartender Rumtata-Musik in der Luft zerrissen. Ihr, beim Eintritt in das Etablissement geäußertes, zaghaftes „Ich steh aber eigentlich nicht so auf Fasching“ konnte ich zu diesem Zeitpunkt mit einem dahergelächelten „Ich auch nicht“ gefahrlos übergehen, für einen spektakulären Abgang á la „Ich lasse mir doch nicht vorschreiben, wo ich hinzugehen habe“ ist sie gottseidank nicht der Typ.

    Aber wir wurden auch angenehm überrascht, immerhin gingen wir ja auch nicht in die Düsseldorfer Altstadt, sondern in „Clärchens Ballhaus“, und dem zu folge gab es auch keine Rumtata-Musik, sondern Walzer, Tango, ChaCha und Salsa.

    Hier gibt’s ein paar Eindrücke vom Fastnachtdienstag in Clärchens Ballhaus. Dazu gibts es noch ein paar Aufnahmen aus dem Spiegelsaal von Clärchens Ballhaus, in dem der Küntler Tino Sehgal 2006 im Rahmen der Berlin Biennale eine Performance inszeniert hat. Sehgal benutzt für seine Arbeiten Interpreten, die mit den Besuchern der jeweiligen Ausstellung in Form von Bewegungen, gesprochenen Worten oder Gesang in Kontakt treten.

  • Rechtzeitig: Weihnachtsbilder 🙂

    Hier noch, kurz bevor es wieder abmontiert wird…

    Unter den Linden
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    Friedrichstraße
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    Gertraudenstraße
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    Diese Hochhäuser an der Gertraudenstrasse – im weiteren Verlauf wird es die Leipziger Straße – waren eine Antwort auf das in den 60er-Jahren errichteten Axel-Springer-Hochhauses auf der West-Seite der Mauer, die direkt hinter diesen Häusern verlief. Sie versperrten den Ost-Berlinern den Blick auf das mit einer Leuchttafel ausgestattete Presse-Haus des Westens. Die Wohnungen waren für DDR-Verhältnisse überdurchschnittlich gut ausgestattet und gingen vorrangig an Diplomaten, Prominente und Botschaftspersonal.

  • Und im November in der Frankfurter Allee…

    …schau ich aus dem Fenster seh ich dieses hier…

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    Was es nicht alles gibt, in Berlin 😉

  • Im December auf der Greifswalder Strasse (und die Wende)

    Ok, ok, es ist erst November, aber nur wegen dem Wortspiel (der Dativ ist dem Genitiv sein Tod) wollte ich nicht bis zum Dezember warten. Zumal es ja auch „december“ heisst und nicht „Dezember“… Außerdem ist ja eher der März der magische Monat, wie es scheint, denn hier, im „december“, treffe ich bereits auf den dritten Galeristen, der seine Galerie im März eröffnet hat.

    Jedenfalls habe ich gestern die Galerie „december“ in der Greifswalder Strasse besucht, in der zur Zeit die Ausstellung „Alexanderplatz“ mit Fotos von Harald Hauswald gezeigt wird. Und da kommt sie ja wieder hoch, meine Affinität zum geschichtsträchtigen Osten, gerade heute, am 9. November.

    Und jetzt werde ich ausschweifend…: Denn ich erinner mich noch, wie meine damalige Freundin Sabine mich im November 1989 anrief und mich bekniete, doch mit ihr nach Berlin zu fahren, es sei dort gerade die Mauer gefallen.

    Und ich weiß noch, das ich dem Ereignis ambivalent gegenüber stand (wegen linker Gesinnung und so) und auf keinen Fall diesen „Mauerfall-Tourismus“ mitmachen wollte. Auf der anderen Seite war Sabine diejenige, die mit mir meinen langgehegten Traum einer Foto-Reportage entlang der deutsch-deutschen Grenze verwirklicht hatte.

    Ich hatte seit Jahren die Idee, mal an der deutsch-deutschen Grenze entlang zu fahren, um sie zu fotografieren. Aber es gab keine Eile, es gab keine Veranlassung zu glauben, dass die Grenze fallen würde. Aber weil Sabine auch Lust auf dieses Projekt hatte, sind wir im Sommer 1989 von der Rhön entlang der Grenze Richtung Norden gefahren (mit dem Vorhaben, im Jahr darauf Richtung Süden zu fahren, bis zur Grenze zur CSSR). Dann fiel im November 1989 die Grenze und wir hatten im Sommer (unbewusst natürlich) die letzte Möglichkeit wahrgenommen, die Grenze als Grenze zu fotografieren.

    Naja, jedenfalls sind wir im Dezember 89, nachdem im November die Grenze geöffnet wurde, noch einmal unsere Strecke vom Sommer gefahren, um die Veränderungen zu dokumentieren. Und die waren gewaltig. Ich kann jetzt leider nicht spontan mit Bildbeispielen dienen.

    Leider waren wir nicht besonders geschäftstüchtig, d.h. wir haben unsere Bilder nicht vermarktet, zum anderen sind die Bilder auch sooo unterschiedlich, dass man einen vorher/nachher-Effekt kaum sieht. Vorher gabs ein Bild von einem Zaun, nachher gabs ein Bild von einer Strasse….

    Was mich aber während unserer zweiten Tour sehr beeindruckt hat, war die Gastfreundlichkeit der DDR-ler. Wir (Wessis) konnten zu der Zeit problemlos in die (noch bestehende) DDR einreisen. Und wir wurden eingeladen, zum Essen, wir wurden bewirtet, es war für mich eine Freude zu erleben, dass Gastfreundschaft nicht nur eine hohle Phrase war.

    Und, ich muss sagen (ich hab ja gesagt, dass ich ausschweifend werde), diese Erfahrung, hat sich bis in die heutige Zeit bestätigt. Man soll ja nicht pauschalisieren und ich möchte das auch gar nicht, aber meiner Erfahrung nach ist es oft so, dass „Ossis“ leichter über ihre Empfindungen und Gefühlen reden können, als „Wessis“.

    Aber hier der eigentliche Anlaß meines Postings: Nämlich die Galerie des Fotografen-Kollegen Gerald Zörner, der im März seine Galerie in der Greifswalder Strasse 217 eröffnet hat und dessen Räumlichkeiten mir ausnehmend gut gefallen. Die Fotos, die er zur Zeit ausstellt, gefallen mir sehr, sie geben sehr eindrucksvoll Stimmungen wieder, es sind Fotos von Harald Hauswald, der jahrelang rund um den Alex fotografiert hat.

    Nach so viel Text gibt es jetzt noch ein Foto vom Galeristen Gerald Zörner vor dem Werk seines Künstlers:

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  • Begegnungen

    Am 3.10. gab es ein „Fest zum Tag der deutschen Einheit“ am Brandenburger Tor. (Dass es in der Hauptsache von Coca-Cola gesponsort wurde, und eigentlich ein „Coca-Cola-Fest“ war, lassen wir mal aussen vor ;-).) Jedenfalls traten dort bekannte Gruppen auf, wie Juli, Sportfreunde Stiller, Die fantastischen Vier u.a. Ich bin hin, weil ich mir wieder ein paar schöne Portraits erhoffte. Hat auch geklappt, war alles ganz nett, Link auf die Bilder gibt’s unten. Erst weiterlesen 😉

    Es waren lt. Polizei 500.000 Menschen dort, und ich habe u.a. dieses Pärchen fotografiert.
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    Heute ging ich über den Flohmarkt am Boxhagener Platz, bei mir um die Ecke, und mir kam eine Frau entgegen, unsere Blicke trafen sich – wir zögerten, dachten beide, dass wir uns kennen würden. Sagten wir uns auch, aber wir fanden keine Gemeinsamkeit… Wir wollten uns schon wieder trennen, aber mein Reflex schlug zu, und ich fragte sie, ob ich noch ein Foto von ihr machen könne

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    – und pling – das war es 🙂 SIE kam drauf und meinte, ich hätte sie doch beim „Coca-Cola-Fest“ am Brandenburger Tor fotografiert. Und, genau, das war es.

    Also, echt ehrlich: Ich finde so etwas völlig irre. Soll ich jetzt mal alles aufzählen, was einer ERSTEN Begegnung im Wege stand? Dass es fraglich war, das ich überhaupt zum Brandenburger Tor bin? Das ich rechtzeitig dorthin bin? Eine halbe Stunde später wurden die Eingänge wegen Überfüllung geschlossen. Und dann: Ich habe vielleicht 10 Leute von 500.000 (!) fotografiert. Und von diesen zehn treffe ich EINE ein paar Wochen später wieder? Gibt’s doch gar nicht. War aber so.

    Aber auch die zweite Begegnung war von so vielen Dingen abhängig. Der Flohmarkt ist jeden Sonntag, ich war schon ewig nicht mehr da, und heute nur deswegen, weil ich einem Menschen, der dort einen Stand hat, ein Foto versprochen hab.

    Und was lernen wir daraus? Dass man niemals aufgeben sollte, weil man NIE weiß, was einem begegnet? Das man anfangen sollte, Lotto zu spielen? Das man immer auf Menschen zu gehen soll? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es mir gut tut, hier zu sein. auch wenn ich manchmal nicht weiß, wie es weitergeht. Solche Begegnungen machen mir deutlich DASS es weitergeht. Irgendwie…

    Mal wieder Zeit für mein Lieblings-Zitat: „Ich gehe erst einmal los, dachte sich Herr Lehmann. Der Rest wird sich schon irgendwie ergeben…“

    Hier die Bilder von dem Fest.

  • Neue Straße in Berlin entdeckt

    Heute radelte ich so durch Berlin, nahm eine neue Strecke und entdeckte eine klitzekleine Straße, die war gerade mal zwei Häuser lang: Nr. 1 und Nr. 1a:

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    Nichts besonders sollte man meinen… Aber der Straßenname hat mich dann doch verblüfft:

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    Und für alle, die meine Verblüffung nicht nachvollziehen können: Zola heißt meine liebste Tochter  :-))

  • Im Gropius-Bau…

    …wurde gestern eine imposante Ausstellung eröffnet. „Vom Funken zum Pixel“ heißt sie und ich dachte dass mich ein technischer Streifzug der Elektronik von den Anfängen bis in die Gegenwart erwartet.

    Aber es gab eine furiose Ausstellung von Künstlern, die mit digitalen und interaktiven Medien arbeiten.

    Die Werke sprechen wirklich alle Sinne an, so dass es unmöglich ist, das in einem Foto zu zeigen. So steht man z.B. im Innern eines riesigen kugelförmigen Projektionsraums und kann selber steuern, an welcher Stelle des Raumes welcher Ausschnitt eines Filmes gezeigt wird.

    Oder man liegt auf dem Rücken unter einer riesigen Kuppel in die spacige Formen und Farben in permanenter Bewegung projiziert werden, und deren Wirkung durch spärische Klänge unterstützt werden. Man taucht ein und verliert sich… IMG_6838

    Eine andere Arbeit bestand aus 10 lange Seilen, an denen LEDs befestigt waren. Diese drehten sich sehr schnell und es entstanden die verschiedensten Lichtformen:

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    Und noch ein Beispiel: Hier wurde ein harter Lichtstrahl auf eine große Wasseroberfläche gerichtet, und das Wasser mittels Lautsprecher zum schwingen gebracht, so dass Wellen entstanden und die  reflektierten Lichtstrahlen wurden an der dahinterliegenden Wand als Lichtwellen sichtbar.

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    Wie gesagt, man kann es nicht nicht transportieren, dies aber trotzdem als Ausdruck meiner Faszination.
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  • Kunst und Skulptur

    Auf dem ArtForum vor zwei Wochen habe ich diese Skulptur von Kevin Francis Gray gesehen, die mir schon dort ausnehmend gut gefiel.

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    Letzte Woche, als ich mit M. mehrere Galerien in der Brunnenstrasse besucht habe, fiel sie mir erneut auf, diesmal in einer Galerie in einer anderen Umgebung, was ihre beeindruckende Wirkung deutlich verstärkte.

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    Wobei ich mich fragte, welchen Sinn dieser Perlenvorhang hat, und wie wohl das Gesicht der jungen Dame aussieht. Also erdreistete ich mich, den Vorhang etwas zu lüften, und die junge Dame entblößte ihr makabres Geheimnis…

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    Die Skulptur ist aus Marmor, und es ist schlichtweg grandios, wie es Künstler schaffen, aus diesem harten Material feinste Skrukturen heraus arbeiten.

  • Der September im Schnelldurchgang….

    Nicht dass ihr denkt, dass ich überhaupt keine Fotos mehr mache. Jetzt kommen ein paar….

    Neulich war ich in Leipzig und habe mich prächtig amüsiert:

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    Und ich habe auch ein paar Leipziger Mädels fotografiert:

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    Die waren ziemlich gut drauf und meinten, dass sie alles gegeben hätten, mehr sei nicht drin. Woraufhin ich meine Begeisterung kundtat, das sie so gut mitgespielt haben…

    Direkt daneben sonnten sich auch jüngere Jahrgänge in der Spätsommersonne:

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    Und auch in

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    Berlin tat sich einiges:
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    Lauter Touris….

    und ich mittendrin – hier mit Karl, Otto und Friedrich…
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    An diesem Fotoautomat könnte ich mich auch mal länger aufhalten….
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    Dieser Kollege begegnete mir auf meinen Rundgängen über die diversen Kunstmessen.
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    Auf denen es an klugen Sprüchen nicht mangelte….
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    Hier zwei Bilder aus einer Serie, die mir irgendwie gefiel…
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    Dann gingen wir noch zu den „schönsten Franzosen, die aus New York“ kommen – sprich: berühmte französsche Impressionisten, die normalerweise in New York hängen, waren auf Gastspiel in Berlin…

    (Ja, AMP, ich war nochmal drin, am letzten möglichen Wochenende, und fand die graue Odalisque immer noch am schönsten 😉

    Eigentlich darf man da nicht fotografieren, aber dieses Motiv konnte ich mir nicht entgehen lassen:IMG_6034

    Und diesen Künstler hab ich dann noch am Boxi entdeckt….
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    Soviel erstmal für heute… Vielleicht etwas konfus, aber es ist halt soviel passiert, dass das nicht mehr „ordentlich“ zu rekapitulieren ist. Deswegen „nur“ ein paar Eindrücke. Lasst euch einfach drauf ein….

    Wer noch Lust auf ein paar Bilder vom Ostkreuz – meinem Lieblingskreuz – hat, der klicke bitte  HIER.

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  • Mi Solar im Englischen Garten

    Ich bin heute aIMG_6774im englischen Garten im Tiergarten gewesen, um mir eine geniale Salsa-Truppe anzusehen. Normalerweise fotografiere ich bei solchen Events lieber die Zuschauer, die Besucher (siehe meinen Eintrag „Diamanten“).

    Aber heute und hier war es gaaanz anders. Die acht Leute auf der (kleinen) Bühne haben so eine geile Stimmung verbreitet, dass ich erst totale Lust hatte, diese Musiker auf der Bühne zu fotografieren um dann, nach kurzer Zeit die Kamera aus der Hand zu legen und mit zu tanzen…

    Die Truppe heißt „Mi Solar„, und haben mit Mayelis Guyat eine Frontfrau, die ihr Publkum mit ihrer Power und ihrem Charme in ihren Bann zieht.

    Bilder von dem Abend gibt es, wenn ihr auf das Foto klickt.
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