15. Juni 2009
In der Galerie „Camera Work„, in der Nähe des Savigny-Platz wurde am vorigen Freitag eine neue Fotoaustellung des in Frankreich lebenden italienischen Fotografen Paolo Roversi eröffnet. Hier ein paar Eindrücke von der Vernissage.
15. Juni 2009
In der Galerie „Camera Work„, in der Nähe des Savigny-Platz wurde am vorigen Freitag eine neue Fotoaustellung des in Frankreich lebenden italienischen Fotografen Paolo Roversi eröffnet. Hier ein paar Eindrücke von der Vernissage.
In Saloniki weiß ich einen, der mich liest, und in Bad Nauheim.
Das sind schon zwei.
Günter Eich, 1966
30. Mai 2009
Vor ein paar Tagen hatte auch ich beruflich am Brandenburger Tor zu tun. Ich kann es nicht verhehlen: Ich bin stolz und immer wieder aufgeregt, als „Berliner“ in dieser Stadt unterwegs zu sein. Ich fuhr vom Alex mit der, auch bei Touristen sehr beliebten, Buslinie 100 über „Unter den Linden“ der untergehenden Sonne und dem Brandenburger Tor entgegen. Der Job führte mich in ein Haus am Pariser Platz und ich konnte von der sechsten Etage eine neue wunderbare Sicht auf den berühmten Platz erleben:

In der Mitte das Hotel Adlon, rechts daneben die Akademie der Künste, deren Neubau mittlerweile als architektonische Bausünde an diesen Ort angesehen wird, hebt sie sich doch mit ihrer Glasfront von der übrigen Bebauung mit Sandsteinfassaden deutlich ab. Daneben die DG-Bank, dann die neue amerikanische Botschaft. Banken sind übrigens an diesem Ort zahlreich vertreten: Das Gebäude, in dem ich mich zum Zeitpunkt der Aufnahmen befand gehört zur Dresdner Bank; die Commerzbank zeigt mitunter Ausstellungen in ihren Räumen.
Nun stand ich also auf Augenhöhe mit Victoria, der Siegesgöttin, die die Quadriga in die Stadt lenkt:

Der Blick auf das gesamte Tor von hier oben war auch äußerst eindrucksvoll (im Hintergrund der Bahntower und das Sony-Center):
Und von hier wird auch die Achse zum Potsdamer Platz deutlich, mit dem Bahn-Tower im Hintergrund:

Dann ging der Mond auf und ich fuhr wieder nach Hause, mit dem 100er-Bus über die Linden zum Alex und weiter mit der U5 nach Friedrichshain…

14. April 2009
Wenn ich mich recht erinnere bin ich von November bis März nur mit Mütze und Schal rausgegangen. Aber über Ostern wurden wir ja entschädigt. Und ich bin ein wenig durch die Stadt geschlendert. Wer mir da vor die Linse kam, ist hier zu sehen.
02. April 2009
An diesem Wochenende gab es in Wuppertal die Wiederaufführung von Pina Bauschs Tanzoper „Iphigenie auf Tauris“, mit der Musik von Christoph Willibald Gluck.
Hier meine Bilder von der Aufführung.
Ich merke einen gewisssen Zusammenhang zwischen Bahnfahren und Blog schreiben bei mir. Jedenfalls gibt es immer etwas über die Bahn zu berichten, meist wohl doch etwas negatives. Ich bin gerade auf dem Weg in den Süden – ein Tagesausflug nach Saarbrücken – und was passiert? Wir standen gerade auf der Strecke, Ausfall eines Stellwerkes, wie es hieß. Verspätung eine Stunde… Ich befürchtete schon, dadurch meinen Anschluß-ICE zu verpassen, was bedeutet hätte, ab Mannheim zwei Stunden mit S- und Regionalbahn durch die Lande zuckeln zu dürfen, statt im ICE nach Paris sitzen zu können… Aber auch der Zug nach Paris war von dem Stellwerkausfall betroffen und nun sitze ich – welcher Komfort – in einem fast leeren Zug. Im Gegensatz zu den ICE-Zügen zwischen Düsseldor und Berlin, die eigentlich immer mehr oder weniger voll sind.
Nun steige ich gleich in Saarbrücken aus, wo ich auch noch nicht war, was aber sehr schön sein soll, und träume noch ein wenig davon, einfach sitzen zu bleiben und in zwei Stunden in Paris aussteigen zu können. Die Welt ist so klein… Aber in Paris war ich schon öfter, Saarbrücken ist neu und ich bin schon sehr gespannt.
Ist schon verrückt, welche Ausstrahlung manche Menschen haben. Würde mich schon interessieren, ob so etwas nur angeboren ist, oder wo so etwas herkommt. Vor zwei Jahren wollte ich Katharina Schüttler mal unbedingt auf der Bühne sehen, nachdem sie mir vorher in einem Film aufgefallen war. Und es war ein großes Erlebnis. Sie spielte Hedda Gabler in der Berliner Schaubühne und hatte eine derartig große Präsenz, dass es mir eine Gänsehaut machte. Ist eine sehr bekannte Aufführung gewesen. Letzten Freitag hatte ich sie dann in einem TV-Studio vor der Linse und es war irre, mit welcher Ernsthaftigkeit sie diesen Fototermin mitmachte. In der Regel ist es ein lästiger Pflichttermin für Promis im Anschluß an eine Sendung, wo dann die Horde Fotografen reingelassen wird, aber sie guckte mit Ausdauer und, wie es schien, mit Interesse jedem Kollegen in die Linse.
15. März 2009
Die Fotos von Miniaturen – früher sagte man „Faller-Häuschen“ dazu – die in perfekter Inszenierung abgelichtet und auf riesige Formate aufgeblasen werden, natürlich auf schönstem alu-dibond gedruckt hinter Acryl sind ja schwer in Mode gekommen. Verblüffend ist perfekte Illusion und die Absurdität, die die Bilder hervorrufen. In Berlin gab es am letzten Freitag eine Eröffnung in der Galerie Wagner & Partner mit Werken von Thomas Wrede.
Wobei die Galerie als solche schon einen Besuch wert ist. Vor kurzem von der Szenegegend in Berlin-Mitte in die Zuckerbäckerbauten der Karl-Marx-Alle gezogen, ist sie die Vorhut der Szene, die sich anschickt das ehemalige Ost-Berliner Arbeiter- und später Hausbesetzerviertel Friedrichshain zu erobern, wo regelmäßig protzige Autos angezündet werden.
Weitere Information auf der Website des Künstlers (auf der das Eröffnungsdatum falsch angegeben ist) und der Website der Galerie Wagner + Partner.
Die Ausstellung läuft bis 25. April 2009, Karl-Marx-Allee 87, 10243 Berlin
Am Wochenende öffnete das „Neue Museum“ nach zehnjähriger Umbauphase zum erstenmal für das Publikum seine Türen. Allerdings konnten nur die Räume besichtigt werden, die Exponate kommen im Herbst. „Neu“ ist das Museum nicht wirklich – aber neuer als das Alte Museum – nämlich von 1855. Im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, war es als Ruine lange Zeit der Witterung ausgesetzt, bevor 1986 mit Sicherung der Reste des Gebäudes begonnen wurde. Außerdem wurden Bauteile und Fragmente (Säule, Gesimse, Böden, Wandbilder) ausgelagert. Im September 1989 wurde der Grundstein für eine originalgetreue Rekonstruktion gelegt. Nach der Wiedervereinigung wurden diese Pläne fallengelassen, und der Wiederaufbau im Rahmen des Masterplan Museumsinsel folgte seither dem Konzept der ‚ergänzenden Wiederherstellung‘. „Ergänzende Wiederherstellung“ bedeutet, dass alte und noch vorhandene Elemente in den Neuaufbau integiert werden, aber verlorenes nicht rekonstruiert wird. Und das funktioniert auf eine sehr beeindruckende Weise, wie man auf den Fotos sehen kann. Es geht einem schon nahe, dass man trotz des Neuaufbaus erleben kann, was Krieg und Zerstörung bedeutet. Da steht kein Denkmal, sondern ein Museum, dass seinen Zweck wieder efüllen kann, ohne den Blick in die Vergangenheit zu verklären. Ich stelle ein paar historische Fotos dem jetzigen Zustand gegenüber. Hier geht es zu den Fotos.