Autor: Dom

  • "Ich mache keine Pläne mehr"

    Da musste ich ja doch schmunzeln, obwohl der Anlaß für die Meldung eher traurig ist: Heute starb im Alter von 103 Jahren der spanische Schriftsteller Francisco Ayala. dpa beschreibt ihn als Autor mit funkelnden Augen und guter Gesundheit, bis kurz vor seinem Tod. Und weiter wird er in der Meldung zitiert:

    Zu seinem 100.
    Geburtstag erinnerte er daran, dass er in seinem Alter eigentlich
    «keine Zukunft» mehr habe: «Ich mache keine Pläne mehr.»

    Das fand ich nachvollziehbar 😉

  • „Ich mache keine Pläne mehr“

    Da musste ich ja doch schmunzeln, obwohl der Anlaß für die Meldung eher traurig ist: Heute starb im Alter von 103 Jahren der spanische Schriftsteller Francisco Ayala. dpa beschreibt ihn als Autor mit funkelnden Augen und guter Gesundheit, bis kurz vor seinem Tod. Und weiter wird er in der Meldung zitiert:

    Zu seinem 100.
    Geburtstag erinnerte er daran, dass er in seinem Alter eigentlich
    «keine Zukunft» mehr habe: «Ich mache keine Pläne mehr.»

    Das fand ich nachvollziehbar 😉

  • Spreepark

    02. November 2009

    Der Spreepark in Berlin war zu DDR-Zeiten ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Nach der Wende wurde aus dem sog. Rummelplatz ein Freizeitpark mit Fahrgschäften, Kraussells, Achterbahn und dem noch zu DDR-Zeiten errichteten, die Skyline prägendem Riesenrad. 2001 wurde er wegen verschiedener Schwierigkeiten geschlossen, die Auffassungen über die Möglichkeiten den Park weiter zu betreiben gingen und gehen, wie immer, bei den Beteiligten weit auseinander. Neulich hatte ich Gelegenheit mit dem über eine GmbH verbundenen Verwalter des Geländes, Norbert Witte, zu sprechen und es war schon sehr interessant, wie die durch Medien bekannte Geschichte von dem abweicht, was der Hauptbeteiligte zu erzählen weiß. Da das hier mein Fotoblog ist, verweise ich für nähere Information auf die Seite von Christopher Flade (die allerdings z.Zt. überarbeitet wird). Außerdem hat der Filmemacher Peter Dörfler einen Dokumentarfilm mit dem Titel „Achterbahn“ über Witte und den Spreepark im Plänterwald gedreht. Dort findet man auch eine Chronologie der Ereignisse. Hier also die Bilder von meinem Spreepark-Rundgang, bei dem auch, als „Revival“ die beiden Clowns Hops und Hopsi auftauchten.

    020_4871
    Der Park der Dinosaurier

    IMG_4684
    Eingang zum ehemaligen Westerndorf

  • Die Langnasen-Opas

    Kuriose Geschichte:

    In den 60ern kamen viele Südkoreanerinnen als „Gastarbeiter“ in die BRD, um als Krankenschwester zu arbeiten. Einige von ihnen heirateten deutsche Männer und mittlerweile sind diese Paare im Rentenalter. Nun sind einige der Paare nach Korea gezogen und zwar in ein „deutsches“ Dorf. Ein Dorf, in das ausschließlich solche Paare gezogen sind und in dem die Häuser in deutschem Stil gebaut worden sind, und in dem sich die deutschen Männer, die kein koreanisch sprechen, mit ihren Frauen nun niedergelassen haben. Sie pflegen ihre deutsche Küche, nehmen aber auch an koreanischen Traditionen teil.

    Und dieses Dorf ist eine koreanische Touristenattraktion. Die einheimischen Koreaner strömen dort in Scharen hin, um sich die so genannten „Langnasen-Opas“ anzusehen. Die Straßen in dem Dorf sind am Wochenende verstopft…

    Es kommt ein Dokumentarfilm über das Dorf demnächst in die Kinos.

  • Ostkreuz, Oktober 2009

    Tägliche Veränderungen am Ostkreuz. Hier Bilder vom 29. Oktober 2009. Wobei das Augenmerk auf den baulichen Veränderungen liegt, also es gibt keine Portraits…
    Zur Galerie

  • Selbstportait

    IMG_1861B
    Ich stehe links.
    😉

  • Berliner Kunstsalon

    25. September 2009

    Die Sonne scheint noch mit Kraft, ich genieße den Spätsommer, aber der Herbst kommt und mit ihm jede Menge Kunst. In dieser Woche gleich mit vier Messen und jeder Menge weiterer Vernissagen. Gleich die erste Messe, der „Berliner Kunstsalon“ mit für mich hochattraktivem fotografischen Schwerpunkt in dem ebenfalls höchstattraktiven „Humboldt Umspannwerk“, war ein Fest der Sinne, was Begegnungen und Kunst anbelangt. Hier ein Blick in einen der Ausstllungsräume und weitere Impressionen.IM1Y9425_

  • Ostkreuz im Wandel

    22. September 2009

    Hier ein paar Bilder vom alten Ostkreuz, einem S-Bahn-Knotenpunkt in Berlin aus der vorvorigen Jahrhundert, der seit Jahren verfällt. Deswegen auch gerne „Rostkreuz“ genannt. Seit drei Jahren laufen dort Umbauarbeiten, die bis 2016 andauern und die aus dem alten Schätzchen eine völlig anderen Bahnhof machen werden. Modern, wie der der Hauptbahnhof und Südkreuz. Die ersten neuen Bahnsteige wurden jetzt fertiggestellt und dafür die alten stillgelegt, bevor bald die Abrißbirne kommt. Das ist zwar einerseits schade, weil die alten Anlagen doch sehr charmant waren, auf der anderen Seite ist es nun mal ein Bahnhof und kein Museum. Hier geht’s zur Galerie.
    _M1Y4933_k

  • Lauter nette Leute…

    Ich glaub, der lang anhaltende Spätsommer zaubert den Leuten Freundlichkeit in die Seele, oder wohin auch immer:

    So hab ich beim Bäcker Brot gekauft, aber hatte zu wenig Geld bei. Sagt die Verkäuferin: „Das macht doch nichts, nehmen Sie’s nur mit, den Rest können Sie mir morgen vorbei bringen…“ Wäre ich Stammkunde, könnt ich’s ja verstehen, aber ich geh selten zum Bäcker…

    Dann ließ ich mir einen Schlüssel nachmachen. War von einer Schließanlage, normalerweise muss man den bestellen. Kostet viel und dauert lang. Aber der Schlüsselmann machte ihn mir so, für 14,50 Euro (billig für so eine Art Schlüssel). Der passte aber nicht, ich also mit Schloß und Schlüssel zurück in den Laden. Sagte seine Frau: „Setzen Sie sich mal hin, der Herr Streuber macht das schon.“ Na, dann saß ich da und wir quatschen wie alte Bekannte: Über ihre Erlebnisse, die sie so hat, wenn sie aus dem Schaufenster guckt (Autofahrer, die sich um Parkplätze streiten, Polizeieinsätze, weil der Laden nebenan überfallen wurde, verrückte Teenager auf’m Fahrrad und all so Sachen), über ihren Laden, der jetzt 100-jähriges Jubiläum feiert, und jetzt hat ihn der Sohn übernommen, und – natürlich – über Krankheiten – „Ich hab hier ’n Schlauch unter der Haut, der mein Hirnwasser in den Magen ableitet – können Se fühlen – fühlen Se mal! Mir ist nämlich 1999 ne Ader im Kopf geplatzt, man, dat war knapp, kann ich Ihnen sagen…“ Na, und währenddessen feilte der Herr Streuber meinen Schlüssel passend, und ich konnte beglückt gehen, viel zu früh, wie mir schien, die Geschichte von dem Schlauch unter der Haut war noch gar nicht zu Ende…

    Da holte ich mir noch zwei Kugeln Eis in der Eisdiele und jetzt hatte ich aber nur einen 50-Euro-Schein in der Tasche… „Hamses nich kleiner?“ – „Nee, leider nicht!“ – „Ja, dann kommn se doch morgen oder übermorgen oder bei Gelegenheit vorbei, und bringen das Geld, ich kann jetzt nicht wechseln…“ In der Eisdiele war ich noch nie…

    Und dann noch die Erfahrung, dass sich Beharrlichkeit auszahlt: Eine renommierte Berliner Fotogalerie hat mich engagiert (also um in der Galerie zu fotografieren, nicht um auszustellen) so fallen meine vielen Ausstellungsbesuche und die Bilderserien davon auf fruchtbaren Boden…

  • 24h Berlin

    Genialer Film. 24 Stunden lang. Und wäre ich heute nicht von Berlin nach Düsseldorf gefahren, hätte ich wahrscheinlich alles gesehen.

    Heute (05.09.09) läuft seit 6:00 im TV (arte und rbb) das Projekt 24h Berlin. Vor genau einem Jahr, am Freitag, den 05.09.2008 sind 80 Kamerateams in Berlin unterwegs gewesen und haben die verschiedensten Alltagsgeschichten gefilmt, und aus dem Material (insgesamt 720 Stunden) wurden in einem Jahr Postproduction ein 24 Stunden Programm montiert, dass in Echtzeit noch bis zum frühen morgen, 6 Uhr läuft.

    Ich liebe sowas. Lauter Geschichten von Leuten, für die das alles Alltag ist. Nachtschicht im Krankenhaus, DJ’s im Club, die alte Frau, die jeden Abend alleine verbringt. Ein krebskranker Mann, der nicht mehr lang zu leben hat. Die Frau von der Telefonseelsorge; Ali, der Rapper, der mit seinen Freunden am Alex rumhängt. Die Bäcker der Großbäckerei Kamps, der Sternekoch, die 23-jährige Hure im Bordell, die gerade Pause macht und aus dem Nähkästchen plaudert (3:50), der Mann im Gefängnis, der lebenslang für einen Mord gekriegt hat, die Ärztin in der Notaufnahme der Charite. Leute die am Abend noch im Badeschiff schwimmen. Impressionen aus dem Leben, wie es jeden Tag um einen herum pulsiert. Es ist ein bisschen wie Blog lesen, eben nur in bunt…

    Aber auch Geschichten von Künstlern, seien es bürgerliche wie Barrenboim, oder Szenekünstler wie Gloria Viagra, Paul von Dyck, der DJ, der die ganze Welt bereist, oder der Regierende, die alle ihren Auftritt hatten.

    Viele Orte, die ich kenne. Die Kiosk an der S-Bahn Frankfurter Allee, der Club Berghain, das Ostkreuz, der Club an der Warschauer Straße,

    Lustig: Das Kind, dessen Geburt gerade im TV lief, ist jetzt exact ein Jahr alt.

    Ich hab heute morgen um 9 Uhr den Fernseher angemacht und ihn nebenbei laufen lassen, leider musste ich dann unterbrechen, weil ich nach Düsseldorf gefahren bin, aber seit ich dort angekommen bin, sitze ich gebannt vor der Glotze. Also seit ca. 18 Uhr. Jetzt ist gerade 3:30

    Und es passiert eher selten, dass ich ausschließlich TV gucke, meinst mache ich noch irgendetwas nebenbei. Aber dieser Film ist so interessant, dass ich mich mal auf die Couch gesetzt hab, um ihn mir anzuschauen. (Was meine Tochter zu der Frage veranlasste, was ich denn da mache, ob mein Computer kaputt sein ;-))

    Schade, gleich ist es vorbei, der Zeitungsverkäufer sortiert seine Zeitungen (4:15), am Ostkreuz ist schon wieder Betrieb und ich mach mir mal einen Kaffee 🙂