Autor: Dom

  • Ein Nachmittag in Berlin…

    13. Nov. 2007

    Ein Künstler hatte eine Mauer-Nachbildung aus durchscheinendem Kunststoff vor dem Brandenburger Tor aufgestellt (die abends leuchtete), im Lustgarten waren Skulpturen von Fernando Botero ausgestellt, im U-Bahnhof Alexanderplatz gab es zwei Ausstellungen, und die Ecke Charlotten-/ Zimmerstraße im Wandel der Zeit. Und Anna.

    Hier die Bilder eines Nachmittags in Berlin.

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  • Mir geht das alles zu schnell….

    Ich sehe gerade, dass heut wieder der 11.11. ist. So als Rheinländer ist das so ’n Datum… Da fängt der Karneval an. Ich hab damit nix am Hut, deswegen hab ich vor einem Jahr, als ich diesen Blog begann ein Bild gebloggt… Statt ein neues einzustellen, hier der Link dorthin…

    http://fotodom.blog.de/2006/11/11/helau~1317805

    Puuuhhh…. Seit dem ist viel Wasser den Rhein, oder die Spree runtergeflossen…. Es ist viel passiert…

    Die Zeit vergeht mir zu schnell. kann sie mal jemand anhalten? Danke.

  • Und im November in der Frankfurter Allee…

    …schau ich aus dem Fenster seh ich dieses hier…

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    Was es nicht alles gibt, in Berlin 😉

  • Im December auf der Greifswalder Strasse (und die Wende)

    Ok, ok, es ist erst November, aber nur wegen dem Wortspiel (der Dativ ist dem Genitiv sein Tod) wollte ich nicht bis zum Dezember warten. Zumal es ja auch „december“ heisst und nicht „Dezember“… Außerdem ist ja eher der März der magische Monat, wie es scheint, denn hier, im „december“, treffe ich bereits auf den dritten Galeristen, der seine Galerie im März eröffnet hat.

    Jedenfalls habe ich gestern die Galerie „december“ in der Greifswalder Strasse besucht, in der zur Zeit die Ausstellung „Alexanderplatz“ mit Fotos von Harald Hauswald gezeigt wird. Und da kommt sie ja wieder hoch, meine Affinität zum geschichtsträchtigen Osten, gerade heute, am 9. November.

    Und jetzt werde ich ausschweifend…: Denn ich erinner mich noch, wie meine damalige Freundin Sabine mich im November 1989 anrief und mich bekniete, doch mit ihr nach Berlin zu fahren, es sei dort gerade die Mauer gefallen.

    Und ich weiß noch, das ich dem Ereignis ambivalent gegenüber stand (wegen linker Gesinnung und so) und auf keinen Fall diesen „Mauerfall-Tourismus“ mitmachen wollte. Auf der anderen Seite war Sabine diejenige, die mit mir meinen langgehegten Traum einer Foto-Reportage entlang der deutsch-deutschen Grenze verwirklicht hatte.

    Ich hatte seit Jahren die Idee, mal an der deutsch-deutschen Grenze entlang zu fahren, um sie zu fotografieren. Aber es gab keine Eile, es gab keine Veranlassung zu glauben, dass die Grenze fallen würde. Aber weil Sabine auch Lust auf dieses Projekt hatte, sind wir im Sommer 1989 von der Rhön entlang der Grenze Richtung Norden gefahren (mit dem Vorhaben, im Jahr darauf Richtung Süden zu fahren, bis zur Grenze zur CSSR). Dann fiel im November 1989 die Grenze und wir hatten im Sommer (unbewusst natürlich) die letzte Möglichkeit wahrgenommen, die Grenze als Grenze zu fotografieren.

    Naja, jedenfalls sind wir im Dezember 89, nachdem im November die Grenze geöffnet wurde, noch einmal unsere Strecke vom Sommer gefahren, um die Veränderungen zu dokumentieren. Und die waren gewaltig. Ich kann jetzt leider nicht spontan mit Bildbeispielen dienen.

    Leider waren wir nicht besonders geschäftstüchtig, d.h. wir haben unsere Bilder nicht vermarktet, zum anderen sind die Bilder auch sooo unterschiedlich, dass man einen vorher/nachher-Effekt kaum sieht. Vorher gabs ein Bild von einem Zaun, nachher gabs ein Bild von einer Strasse….

    Was mich aber während unserer zweiten Tour sehr beeindruckt hat, war die Gastfreundlichkeit der DDR-ler. Wir (Wessis) konnten zu der Zeit problemlos in die (noch bestehende) DDR einreisen. Und wir wurden eingeladen, zum Essen, wir wurden bewirtet, es war für mich eine Freude zu erleben, dass Gastfreundschaft nicht nur eine hohle Phrase war.

    Und, ich muss sagen (ich hab ja gesagt, dass ich ausschweifend werde), diese Erfahrung, hat sich bis in die heutige Zeit bestätigt. Man soll ja nicht pauschalisieren und ich möchte das auch gar nicht, aber meiner Erfahrung nach ist es oft so, dass „Ossis“ leichter über ihre Empfindungen und Gefühlen reden können, als „Wessis“.

    Aber hier der eigentliche Anlaß meines Postings: Nämlich die Galerie des Fotografen-Kollegen Gerald Zörner, der im März seine Galerie in der Greifswalder Strasse 217 eröffnet hat und dessen Räumlichkeiten mir ausnehmend gut gefallen. Die Fotos, die er zur Zeit ausstellt, gefallen mir sehr, sie geben sehr eindrucksvoll Stimmungen wieder, es sind Fotos von Harald Hauswald, der jahrelang rund um den Alex fotografiert hat.

    Nach so viel Text gibt es jetzt noch ein Foto vom Galeristen Gerald Zörner vor dem Werk seines Künstlers:

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  • December in der Greifswalder Allee

    09. Nov. 2007

    Ok, ok, es ist erst November, aber nur wegen dem Wortspiel (der Dativ ist dem Genitiv sein Tod) wollte ich nicht bis zum Dezember warten. Zumal es ja auch „december“ heisst und nicht „Dezember“… Außerdem ist ja eher der März der magische Monat, wie es scheint, denn hier, im „december“, treffe ich bereits auf den dritten Galeristen, der seine Galerie im März eröffnet hat.

    Jedenfalls habe ich gestern die Galerie „december“ in der Greifswalder Strasse besucht, in der zur Zeit die Ausstellung „Alexanderplatz“ mit Fotos von Harald Hauswald gezeigt wird. Und da kommt sie ja wieder hoch, meine Affinität zum geschichtsträchtigen Osten, gerade heute, am 9. November.

    Und jetzt werde ich ausschweifend…: Denn ich erinner mich noch, wie meine damalige Freundin Sabine mich im November 1989 anrief und mich bekniete, doch mit ihr nach Berlin zu fahren, es sei dort gerade die Mauer gefallen.

    Und ich weiß noch, das ich dem Ereignis ambivalent gegenüber stand (wegen linker Gesinnung und so) und auf keinen Fall diesen „Mauerfall-Tourismus“ mitmachen wollte. Auf der anderen Seite war Sabine diejenige, die mit mir meinen langgehegten Traum einer Foto-Reportage entlang der deutsch-deutschen Grenze verwirklicht hatte.

    Ich hatte seit Jahren die Idee, mal an der deutsch-deutschen Grenze entlang zu fahren, um sie zu fotografieren. Aber es gab keine Eile, es gab keine Veranlassung zu glauben, dass die Grenze fallen würde. Aber weil Sabine auch Lust auf dieses Projekt hatte, sind wir im Sommer 1989 von der Rhön entlang der Grenze Richtung Norden gefahren (mit dem Vorhaben, im Jahr darauf Richtung Süden zu fahren, bis zur Grenze zur CSSR). Dann fiel im November 1989 die Grenze und wir hatten im Sommer (ohne es zu ahnen) die letzte Möglichkeit wahrgenommen, die Grenze als Grenze zu fotografieren.

    Naja, jedenfalls sind wir im Dezember 89, nachdem im November die Grenze geöffnet wurde, noch einmal unsere Strecke vom Sommer gefahren, um die Veränderungen zu dokumentieren. Und die waren gewaltig. Ich kann jetzt leider nicht spontan mit Bildbeispielen dienen.

    Leider waren wir nicht besonders geschäftstüchtig, d.h. wir haben unsere Bilder nicht vermarktet, zum anderen sind die Bilder auch sooo unterschiedlich, dass man einen vorher/nachher-Effekt kaum sieht. Vorher gabs ein Bild von einem Zaun, nachher gabs ein Bild von einer Strasse….

    Was mich aber während unserer zweiten Tour sehr beeindruckt hat, war die Gastfreundlichkeit der DDR-ler. Wir (Wessis) konnten zu der Zeit problemlos in die (noch bestehende) DDR einreisen. Und wir wurden eingeladen, zum Essen, wir wurden bewirtet, es war für mich eine Freude zu erleben, dass Gastfreundschaft nicht nur eine hohle Phrase war.

    Und, ich muss sagen (ich hab ja gesagt, dass ich ausschweifend werde), diese Erfahrung, hat sich bis in die heutige Zeit bestätigt. Man soll ja nicht pauschalisieren und ich möchte das auch gar nicht, aber meiner Erfahrung nach ist es oft so, dass „Ossis“ leichter über ihre Empfindungen und Gefühlen reden können, als „Wessis“.

    Aber hier der eigentliche Anlaß meines Postings: Nämlich die Galerie des Fotografen-Kollegen Gerald Zörner, der im März seine Galerie in der Greifswalder Strasse 217 eröffnet hat und dessen Räumlichkeiten mir ausnehmend gut gefallen. Die Fotos, die er zur Zeit ausstellt, gefallen mir sehr, sie geben sehr eindrucksvoll Stimmungen wieder, es sind Fotos von Harald Hauswald, der jahrelang rund um den Alex fotografiert hat.

    Nach so viel Text gibt es jetzt noch ein Foto vom Galeristen Gerald Zörner vor dem Werk seines Künstlers:

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  • Der Hamburger Bahnhof

    05. Nov. 2007

    …der kein Bahnhof mehr ist, sondern ein Museum für Gegenwartskunst. Wobei mir der Begriff „Museum“ als Ausstellungsraum für Gegenwartskunst schwer über die Lippen kommt. Für mich hat der Begriff etwas antiquiertes, für die moderne Kunst passt das m. Mg. nach nicht. Aber da das Museum sich eben so nennt…

    Jedenfalls zeichnet sich der „Hamburger Bahnhof“ durch weitläufige, große Hallen aus, in denen sich große Installationen sehr gut präsentieren lassen.

    Ich war heute nur kurz drin, weil es der letzte Tag einer Präsentation war, die ich noch schnell „mitnehmen“ wollte. Auffällig die große Anzahl junger Besucher und auch die Internationalität beeindruckt mich immer wieder. Wobei das natürlich für ganz Berlin gilt, aber in Räumen kriegt man natürlich besser mit, dass die Menschen sich in Spanisch, Französich, Englisch, Polnisch, Russisch usw. unterhalten.

    Hier gehts zu den Fotos:

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  • Der rote Sessel….

    Eigentlich wollte ich den Blogeintrag so formulieren, dass ich gerne eine Serie mit dem roten Sessel machen würde – wenn, ja wenn es nicht schon seit Jahren den Kollegen Wackerbarth geben würde, der mit seiner roten Couch durch die Welt zieht… Aber just in dem Moment sehe ich, das des Kollegen Wackerbarth rote Couch nun magenta geworden ist, da er sich in die Dienste des rosa Riesen, sprich „Deutsche Telekom“ gestellt hat… Da kann ich dann doch auch meine ersten Gehversuche mit dem roten Sessel posten – oder?

    (Wie immer: Klick auf die Bilder vergrößert sie).124zola

  • WDR Sender Langenberg

    Hallo,

    heute möchte ich von einem interessanten Auftrag erzählen, den ich mal für den WDR gemacht habe. (Alle Fotos lassen sich durch ein „Klick“ vergrößern).

    Vielleicht sind ja dem ein oder anderen von euch schon mal diese Sendemasten, die in der Regel das TV- und Radioprogramm abstrahlen, aufgefallen. Diese beiden hier stehen in NRW, und strahlen u.a. das Programm des WDR aus. Der linke ist rd. 300 m hoch, der rechte rd. 170 m. Zum Vergleich: Der Kölner Dom ist ca. 157 m hoch, die Aussichtsplattform des Berliner Fernsehturmes ca. 203 m hoch.01

    Und obwohl die Masten sehr filigran aussehen, steckt in dem linken ein Aufzug, in den sich zwei Menschen quetschen können, der sie nach oben bringt. Die oberste Plattform habe ich eingekringelt. Von dort hat man eine gute Aussicht… Auch auf den kleineren Sendemast, der zu der Zeit gerade erneuert wurde.

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    Diese Masten werden Stück für Stück hochgebaut und jedes dieser Stücke wird mit einem Hubschrauber nach oben transportiert und von Monteuren in Empfang genommen, in die richtige Position gebracht und verschraubt. Hier eine Aufnahme von dem gegenüberliegenden Mast, allerdings nicht von der obersten Plattform, sondern von einer darunterliegenden. Auf der Spitze des aufzubauenden Turmes stehen tatsächlich die Monteure und nehmen das nächste Teilstück in Empfang.
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    Eine schwierige und riskante Arbeit, die sehr stark vom Wetter abhängig ist, bei zu starkem Wind kann nicht geflogen werden.

    Hier noch ein Blick von unten auf die „Plattform“ in 300 m Höhe:
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    Und hier von oben nach unten:
    Bild 02b

  • Begegnungen

    Am 3.10. gab es ein „Fest zum Tag der deutschen Einheit“ am Brandenburger Tor. (Dass es in der Hauptsache von Coca-Cola gesponsort wurde, und eigentlich ein „Coca-Cola-Fest“ war, lassen wir mal aussen vor ;-).) Jedenfalls traten dort bekannte Gruppen auf, wie Juli, Sportfreunde Stiller, Die fantastischen Vier u.a. Ich bin hin, weil ich mir wieder ein paar schöne Portraits erhoffte. Hat auch geklappt, war alles ganz nett, Link auf die Bilder gibt’s unten. Erst weiterlesen 😉

    Es waren lt. Polizei 500.000 Menschen dort, und ich habe u.a. dieses Pärchen fotografiert.
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    Heute ging ich über den Flohmarkt am Boxhagener Platz, bei mir um die Ecke, und mir kam eine Frau entgegen, unsere Blicke trafen sich – wir zögerten, dachten beide, dass wir uns kennen würden. Sagten wir uns auch, aber wir fanden keine Gemeinsamkeit… Wir wollten uns schon wieder trennen, aber mein Reflex schlug zu, und ich fragte sie, ob ich noch ein Foto von ihr machen könne

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    – und pling – das war es 🙂 SIE kam drauf und meinte, ich hätte sie doch beim „Coca-Cola-Fest“ am Brandenburger Tor fotografiert. Und, genau, das war es.

    Also, echt ehrlich: Ich finde so etwas völlig irre. Soll ich jetzt mal alles aufzählen, was einer ERSTEN Begegnung im Wege stand? Dass es fraglich war, das ich überhaupt zum Brandenburger Tor bin? Das ich rechtzeitig dorthin bin? Eine halbe Stunde später wurden die Eingänge wegen Überfüllung geschlossen. Und dann: Ich habe vielleicht 10 Leute von 500.000 (!) fotografiert. Und von diesen zehn treffe ich EINE ein paar Wochen später wieder? Gibt’s doch gar nicht. War aber so.

    Aber auch die zweite Begegnung war von so vielen Dingen abhängig. Der Flohmarkt ist jeden Sonntag, ich war schon ewig nicht mehr da, und heute nur deswegen, weil ich einem Menschen, der dort einen Stand hat, ein Foto versprochen hab.

    Und was lernen wir daraus? Dass man niemals aufgeben sollte, weil man NIE weiß, was einem begegnet? Das man anfangen sollte, Lotto zu spielen? Das man immer auf Menschen zu gehen soll? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es mir gut tut, hier zu sein. auch wenn ich manchmal nicht weiß, wie es weitergeht. Solche Begegnungen machen mir deutlich DASS es weitergeht. Irgendwie…

    Mal wieder Zeit für mein Lieblings-Zitat: „Ich gehe erst einmal los, dachte sich Herr Lehmann. Der Rest wird sich schon irgendwie ergeben…“

    Hier die Bilder von dem Fest.