Autor: Dom

  • Sophiensäle „Call Back“

    15. Jan. 2008

    Die Sophiensäle sind im ehemaligen Handwerkervereinshaus in der Sophienstraße in Berlin. 1996 von der Choreografin Sasha Waltz gegründet ist es ein Zentrum für Theater, Tanz, Performance, aber auch Musik und Bildende Kunst.

    Ich war heute zum ersten Mal dort, bin spontan hin, weil eine Freundin von Natalie dort getanzt hat und war -mal wieder- total begeistert.

    Hier ein Bild aus der Aufführung von heute, bitte auf das Bild klicken, das führt zu weiteren Fotos.

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  • Neues Jahr, neue Kunst

    12. Jan. 2008

    Heute gab’s den ersten Ausflug auf die Brunnenstraße im neuen Jahr. Es war der Teufel los. Ich glaub JEDE Galerie hatte ihre Vernissage. Es war RICHTIG voll…

    Ein paar Eindrücke gibt’s,wenn ihr auf das Bild klickt…

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  • Lindenstrassen-Nacht

    Mist, heute wollte ich wirklich mal früh ins Bett. Muss morgen früh raus und noch Weihnachtsgeschenke für meine Tochter besorgen, die am Montag nach Berlin kommt. Aber als ich vorhin nach Hause kam und noch mal nach Mails gucken wollte und durch das TV-Programm zappte, blieb ich beim WDR hängen und dort läuft die „Lindenstrassen-Nacht“ mit Interviews und alten Folgen… Und ich oute mich als Lindenstrassen-Fan und bin natürlich hängengeblieben… Mal sehen, wann ich JETZT ins Bett komme…

    Klick auf das Foto führt euch zu meinen Lindenstrassen-Fotos…

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  • Rechtzeitig: Weihnachtsbilder 🙂

    Hier noch, kurz bevor es wieder abmontiert wird…

    Unter den Linden
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    Friedrichstraße
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    Gertraudenstraße
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    Diese Hochhäuser an der Gertraudenstrasse – im weiteren Verlauf wird es die Leipziger Straße – waren eine Antwort auf das in den 60er-Jahren errichteten Axel-Springer-Hochhauses auf der West-Seite der Mauer, die direkt hinter diesen Häusern verlief. Sie versperrten den Ost-Berlinern den Blick auf das mit einer Leuchttafel ausgestattete Presse-Haus des Westens. Die Wohnungen waren für DDR-Verhältnisse überdurchschnittlich gut ausgestattet und gingen vorrangig an Diplomaten, Prominente und Botschaftspersonal.

  • Hoyerswerda

    23. Dez 2007

    So, wie angekündigt ein kurzer Bericht über Hoyerswerda. Ich hab dort eine Freundin besucht, die mir viel interessantes erzählt hat. Erstmal besteht Hoyerswerda aus zwei Ortsteilen: Der Altstadt und der Neustadt. Und der Kontrast zwischen beiden Teilen ist riesig. Die Altstadt bald 600 Jahre alt, und die Neustadt komplett aus DDR-Plattenbauten bestehend. Wo vorher Wald war, wurden Wohnungsbauten hochgezogen, hauptsächlich für die Arbeiter der Braunkohlegruben, die in Nähe angelegt wurden. Diese wurden nach der Wende fast alle stillgelegt, was zur Folge hat, das Hoyerswerda dramatsich an Bevölkerung verliert und die Plattenbauten zum großen Teil leerstehen und abgerissen werden. Ganze Straßenzüge sind schon geschleift worden und in den verbliebenen Häusern sind sehr viele Fenster dunkel.

    Die riesigen Kohleabbaugebiete werden wieder geflutet, so dass eine riesige Seen-Landschaft um Hoyerswerda entsteht. Hier ein paar Bilder von der unwirklich anmutenden Seen-Landschaft. Aus der Stadt gibt’s leider keine, da hat die Dunkelheit unerbittlich zugeschlagen.

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  • Kreuzberger Nächte

    21. Dez. 2007

    Ist schon irre, wer alles seine Waren in Kreuzberger Kneipen anbietet. Ich saß mit einer Freundin bei einem Schoppen Wein, und es kamen im Laufe des Abends vierzehn Menschen oder Gruppen, die ihre Dienste anboten und dafür einen Obulus erwarteten. Im einzelnen:

    -Einer, der seine eigene Musk auf CD verkaufen wollte
    -Drei (!), die Polaroid Fotos von den Leuten machen wollten
    -Einer, der belegte Baguettes anbot
    -Einer, der Brezeln anbot
    -Eine Frau, die Blumen verkaufte
    -Zwei, die ein kostenloses Probe-Abo der SZ, bzw. der FR anboten
    -Zwei Zeitungsverkäufer
    -Ein Duo, die Gitarre spielten
    -Ein Trio mit Gitarre, Schlagzeug und Balalaika (siehe Fotos)
    -Ein Obdachlosenmagazinverkäufer.

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    Vorher waren wir noch auf einer etwas eigenwilligen Vernissage: Die Adresse lautete Sox, Oranienstr. 175. Wir kamen an und trafen auf eine kleine Gruppe von Leuten, die auf dem Bürgesteig standen, neben einem kleinen Tisch mit Sekt und Gläsern. Auf die Frage, wo denn die Ausstellungseröffnung sei, wiesen sie nur auf eine Vitrine, deren Scheibe bemalt war. Nun wurden wir aufgeklärt, dass es, entgegen unserer Annahme, keine Galerie im klasssichen Sine ist, sondern eben eine Vitrine auf der Oranienstrasse, in der regelmäßig Werke ausgestellt werden ( www.sox-berlin.com ) Dieses Werk trägt den Titel: „Das Büfett“. Naja.

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  • Fotoausstellung in Wolfsburger Stadtmuseum

    30. Nov. 2007

    Es gibt im Zusammnenhang mit der unten beschriebenen Ausstellung „Die erfüllte Leere“ eine Fotoausstellung von japanischen Fotografen im Kunstmuseum Wolfsburg. Für mich war die Erfahrung interessant, dass ich die Serie „Seascapes“ (Seestücke) des Fotografen Hiroshi Sugimoto äußerst faszinierend fand, obwohl mich sonst diese Art Bilder eher weniger berühren.

    Es sind schwarz-weiß Fotos auf denen Meeresansichten zu sehen sind, unten Wasser, ober Himmel. Mehr nicht. Keine Schiffe, keine Vögel, nichts. Sie strahlen eine unheimliche Ruhe aus, es verführt dazu innezuhalten, sich die Struktur des Wassers genau anzusehen, sich vorzustellen, was hinter dem Nebel, oder hinter dem Horizont kommt. Eine excellente Weiterführung der gleichzeitig stattfindenden Ausstellung „Die erfüllte Leere“. Sugimoto hat zwischen 1980 und 2002 rund 600 dieser Fotos angefertigt, von der Hälfte sind Abzüge gemacht worden.

    Hier ein Blick in den Ausstellungsraum:
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    Eine weitere Serie des Künstlers ist auch sehr reizvoll: Hier hat Sugimoto Filmtheater und Autokinos fotografiert. Und zwar vom Standpunkt des Filmprojektors aus und als einzige Lichtquelle diente der auf der Leinwand abgespielte Film. Die Belichtungszeit entsprach der gesamten Laufzeit des Filmes. Dadurch wurde die Leinwand strahlend hell.

  • „Die erfüllte Leere“ in Wolfsburg

    29. Nov. 2007

    Ich hab mir gestern im Kunstmuseum Wolfsburg zwei wunderbare Ausstellungen angesehen: „Japan und der Westen – Die erfüllte Leere“ und eine Fotoausstellung von drei japanischen Fotografen.

     Es wird dort moderne westliche Kunst traditioneller japanischer Kunst gegenüber gestellt. Eine sehr schöne ruhige, besinnliche Ausstellung. Eindrucksvoll präsentiert.

    Der gemeinsame Aspekt, der die Artefakte in Wolfsburg zusammenführt, ist die „Schönheit der Leere“. Während das Phänomen des Minimalismus neben der Abstraktion ein Hauptmerkmal der westlichen Moderne im 20. Jahrhundert bildet, kennt die japanische Kultur die „erfüllte Leere“ und die kunstvolle Einfachheit schon seit dem 12. Jahrhundert und das nicht nur als Ausdruck der Zen-Philosophie, sondern als generelles Prinzip der Gestaltung.“ (Zitat Kunstmuseum, Wolfsburg)

     Es wurden viele kleine Räume gebaut, in denen jeweils zwei Werke gezeigt werden, ein japanisches wurde dem westlichen gegenüber gestellt.  Man hat ein wenig das Gefühl, durch ein Labyrinth zu gehen. Ungeheuer spannend, dort durch zu gehen, und es war dazu auch noch völlig ruhig, weil kaum Besucher da waren. Aber auch die, die da waren verhielten sich ganz andächtig ruhig.

    Hier ein Blick in die Ausstellungshalle: !ausstellungshalle

    Wenn man eintritt, eröffnet sich als erstes ein japanischer Pavillon, den man auch betreten kann.

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    Hier zwei Beispiele, wie minimalistisch die Räume gestaltet waren:

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    Es zeigt eine Nô-Maske (Typ ko-omote, „Kleines Gesicht“). Diese Masken wurden für die Darstellungen der anmutigen, jungen Frauengestalten in Drittspielen, Katsura Nô, geschaffen. Er spiegelt das weibliche Schönheitsideal der Heian-Zeit wieder.

    Und eine Installation von Wolfgang Laib: „Die fünf unbesteigbaren Berge“. Wolfgang Laib wurde in den achtziger Jahren durch seine leuchtenden Rechtecke aus reinem Blütenstaub bekannt.

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    Hier ein Werk des amerikanischen Künstlers James Lee Byars. Die für Byars zentrale Idee der Vollkommenheit, wie er selber sagte THE PERFECT, drückt sich in Reinheit des Materials und abstrakter Qualität der Formen aus. Perfektion und Vollendung waren sein Motto und bestimmte die Vorstellung seines Denkens, Lebens und künstlerischen Handels, das im Idealfall eine Einheit bildete. (Zitat Kunstmuseum Wolfsburg)

    Gegenüber gestellt einem kugeligen Gefäß mit vier Ösen aus der jap. Kofun-Zeit, 5. u. 6. Jhrdt.

    Mehr zur Fotoausstellung in einem extra Beitrag.

  • Nix ist mit "Seele" – alles wissenschaftlich erklärbar!!!

    Da musste ich heute doch sehr grinsen…

    Hab mich mit einer Bekannten unterhalten, die sich an der Charité mit der Frage von Organtransplantationen beschäftigt und insbesondere damit, warum gespendete Organe abgestoßen werden.

    Worauf ich meinte, dass das doch wie im „richtigen Leben“ sei, dass „wir“, als wandelnde Organansammlungen auch ständig versuchen uns mit anderen Organansammlungen zu verbinden, was oft nicht klappt… Manchmal geht es gut aber manchmal stoßen sich sowohl einzelne Organe, wie auch Oraganansammlungen, genannt Mensch, noch nach Jahren ab.

    Und jetzt lieg ich immer noch unterm Tisch vor Lachen: Sie meinte, dass es auch bei der Organtransplantation gewisse Präsensibilisierungen gegenüber potenziellen Spendern/Partnern schon im Vorfeld gibt, und dass die Organtransplantation mit zunehmendem Alter schwieriger wird. Wie im wirklichen Leben…

    Tja, Iljos, und nun?

  • Nix ist mit „Seele“ – alles wissenschaftlich erklärbar!!!

    Da musste ich heute doch sehr grinsen…

    Hab mich mit einer Bekannten unterhalten, die sich an der Charité mit der Frage von Organtransplantationen beschäftigt und insbesondere damit, warum gespendete Organe abgestoßen werden.

    Worauf ich meinte, dass das doch wie im „richtigen Leben“ sei, dass „wir“, als wandelnde Organansammlungen auch ständig versuchen uns mit anderen Organansammlungen zu verbinden, was oft nicht klappt… Manchmal geht es gut aber manchmal stoßen sich sowohl einzelne Organe, wie auch Oraganansammlungen, genannt Mensch, noch nach Jahren ab.

    Und jetzt lieg ich immer noch unterm Tisch vor Lachen: Sie meinte, dass es auch bei der Organtransplantation gewisse Präsensibilisierungen gegenüber potenziellen Spendern/Partnern schon im Vorfeld gibt, und dass die Organtransplantation mit zunehmendem Alter schwieriger wird. Wie im wirklichen Leben…

    Tja, Iljos, und nun?