Auf Wunsch eines einzelnen Herren, der mein diesjähriges Karnelvalsbild vermisste, habe ich mich extra in den närrischen Trubel gestürzt. Auch um mal zu erfahren, wie die Preußen Karneval feiern. Meiner Begleitung hatte ich nicht gesagt, was sie erwartet, ich fürchtete, sie hätte meinen Vorschlag angesichts zu erwartender Rumtata-Musik in der Luft zerrissen. Ihr, beim Eintritt in das Etablissement geäußertes, zaghaftes „Ich steh aber eigentlich nicht so auf Fasching“ konnte ich zu diesem Zeitpunkt mit einem dahergelächelten „Ich auch nicht“ gefahrlos übergehen, für einen spektakulären Abgang á la „Ich lasse mir doch nicht vorschreiben, wo ich hinzugehen habe“ ist sie gottseidank nicht der Typ.
Aber wir wurden auch angenehm überrascht, immerhin gingen wir ja auch nicht in die Düsseldorfer Altstadt, sondern in „Clärchens Ballhaus“, und dem zu folge gab es auch keine Rumtata-Musik, sondern Walzer, Tango, ChaCha und Salsa.
Hier gibt’s ein paar Eindrücke vom Fastnachtdienstag in Clärchens Ballhaus. Dazu gibts es noch ein paar Aufnahmen aus dem Spiegelsaal von Clärchens Ballhaus, in dem der Küntler Tino Sehgal 2006 im Rahmen der Berlin Biennale eine Performance inszeniert hat. Sehgal benutzt für seine Arbeiten Interpreten, die mit den Besuchern der jeweiligen Ausstellung in Form von Bewegungen, gesprochenen Worten oder Gesang in Kontakt treten.













