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  • Eishockey

    So, heute abend war also der Tag des Spiels. Und die Erkenntnisse? Erstens: Man kann seine Heimat nicht verleugnen, es spielten ja Berlin gegen Düsseldorf – und ich habe natürlich (?) zu Düsseldorf gehalten und fühlte mich persönlich beleidigt, als die Menge skandierte „Altbier macht dumm“. Und natürlich war sich der Berliner Pöbel (kl. Scherz) bemüßigt den Gassenhauer „Wärst du doch in Düsseldorf geblieben…“ zu grölen… (Dorthe sei verflucht!!!) Zu allem Leid haben WIR dann auch noch verloren – welche Schmach…

    Zweite Erkenntnis: Technisch ist immens aufgerüstet worden – mit dröhnender Musik vor Beginn und nach jedem Tor, Showeinlagen, Videoeinspielungen – irgendwie amerikanisch…

    Dritte (nicht neue) Erkenntnis: Es ist ein wahnsinnig schnelles Spiel. Doch, irgendwie faszinierend. Ich hatte, wie früher, Schwierigkeiten den Puck zu verfolgen…
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    Anzumerken bleibt natürlich, dass es nicht der PC (political correctness) entspricht, als Friedrichshainer in die Friedrichshainer O2-Arena zu gehen, gegen die auch ich schon schon protestiert habe:
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    Meine damalige Freundin hatte sich auch bei der ersten Lidl-Ticket-Aktion geweigert mitzugehen… Recht hatte sie, aber jetzt hat der Schweinehund in mir gesiegt…

  • Zurück in die Jugend…

    So pathetisch wie’s im Titel steht wird’s gar nicht. Ich komm ja aus Düsseldorf, und da gab es ein kleines Eisstadion und eine große Eishockeymannschaft, die DEG. Und wir als Jugendliche sind beim Heimspiel immer über einen hohen Zaun geklettert, weil das Eintrittsgeld zu hoch war, standen dann im Fan-Block und haben Wunderkerzen angezündet. Die Stimmung an der Brehmstraße war immer gut, der Vater einer bekannten Schauspielerin stand im Tor (Reiner Makatsch), Otto Schneidberger hatte wegen seines Körpereinsatzes oft ein blutenden Lippe… Heute sitzt Makatsch immer noch im Muggel, einer bekannten Kneipe in Düsseldorf und Otto plant und baut Häuser. So lassen einen manche Dinge aus seiner Jugend einfach nicht los.

    Aber seitdem war ich nie mehr bei einem solch sportlichen Event – bis demnächst. Denn bei Lidl in Berlin gab’s für kleines Geld Gutscheine für Eishockeyspiele der Eisbären Berlin, und ich habe mir einen geleistet. Natürlich – dem fortgeschrittenen Alter angemessen – einen Sitzplatz ;-). So werde ich denn am 26. Januar seit über 30 Jahren mal wieder einem Eishockeyspiel beiwohnen: Eisbären Berlin gegen DEG Metro Stars, (wie die Mannschaft nun neumodisch heißt). Ich bin schon sehr gespannt, ob die Stimmung so gut wird, wie ich sie von früher in Erinnerung habe.

  • Lidl-Tickets und das Ordnungsamt

    Ich stehe nie wieder früh auf. Heute: Früh aufgestanden, billige DB-Tickets bei Lidl abgreifen. Fahre mit dem Fahrrad zu nem Lidl, wo nicht viel los ist. Tickets gekauft. Fahre zurück, blockieren 5 (fünf!!!) Teenies in einer Reihe auf dem Weg zur Schule den Gehweg. Ich klingel mir den Weg frei – da tauchen hinter den Teenies zwei Ordnungsamtsmitarbeiter auf, stellen sich mir in den Weg. Blaffen mich an, dies sei ein Gehweg!! Ich sach, wir sind hier im Osten, da kann man nicht auf dem Kopfsteinpflaster der Straße radfahren, geht gar nicht. War denen egal (keine Radfahrer, eben), wollten 10 Euronen Strafe kassieren… Ich hab noch NIE solche Hipos hier gesehen… Aber heute… Ist klar.

  • Ostkreuzschule und Kunst in Neukölln

    Das war mal wieder typisch: Viele spannende Sachen an einem Abend. Die Vorstellung der Abschlußarbeiten des 3. Jahrgangs der Ostkreuzschule, Konzert mit Kat Frankie und die Erkundung der Neuköllner Kunst- und Galerieszene. Die Folge war eine lange Radwanderung durch Berlin.

    Fangen wir mit dem letzten an: Nachdem nun Berlin-Mitte mit Galerien übersät ist, Prenzlauer Berg schon mit Designerschmuck- und Bioläden kaum mehr freien Platz bietet, Friedrichshain die Künstler wohl noch mit brennenden Autos verschreckt, zieht die Kunstszene eben nach Neukölln. Mir nicht ganz verständlich, hatte ich doch bei meiner gestrigen Tour das Gefühl eher im Niemandsland gelandet zu sein. Es scheint auch noch in der Anfängen zu stecken, denn manches, was ich dort entdeckte war auch eher dem Kunsthandwerk als der Kunst zuzuordnen, und manches als Kunst deklarierte diente doch eher der Partyraum-Ausstattung.

    Von den Arbeiten der Ostkreuzschüler hingegen war ich – mal wieder – schlichtweg begeistert. Bei vielen Arbeiten steht die Auseinandersetzung mit Menschen im Vordergrund, Maren von Kummer begleitet eine Dreizehnjährige ein Jahr auf ihrem Weg aus der Kindheit, Philip Maubach berichtet über eine Boxschule für Jugendliche in Neukölln, André Wunstorf potraitiert Araber in Neukölln, David Wittenburg die Bewohner seines Hauses, Susanne Jakubzik lässt Promis und Penner die Augen schließen und viel Raum zum Grübeln, wie die geschlossenen Augen das Antlitz verändern.

    Tief bewegt war ich von den Portraits von Rebecca Sampson, die Menschen fotografiert hat, die sich wegen Esstörungen in stationärer Behandlung befinden. Selten habe ich Bilder gesehen, in denen Menschen ihr innerstes offenlegen. Wenn dieser klischeehafte Satz, dass das Foto ein Spiegel der Seele ist, passt, dann hier. Diese Hilflosigkeit, die Verzweiflung ist fühlbar. Die Mutter die ihre Tochter im Arm hält, wissend, dass sie mehr nicht tun kann. Die Fotos der übergewichtigen Mutter und ihrer untergewichtigen Tochter lässt einen hilflos und traurig zurück. Sampsons Bilder lassen eine Nähe erahnen, die sie auch bestätigt: Sie hat mit den Menschen gelebt, hat sich Wochen in der Klinik aufgehalten, war den Menschen nahe.

    Hier geht’s zu den Bildern.

    Ausstellung Ostkreuzschule im jüdischen Mädchengymnasium

  • „Ich mache keine Pläne mehr“

    Da musste ich ja doch schmunzeln, obwohl der Anlaß für die Meldung eher traurig ist: Heute starb im Alter von 103 Jahren der spanische Schriftsteller Francisco Ayala. dpa beschreibt ihn als Autor mit funkelnden Augen und guter Gesundheit, bis kurz vor seinem Tod. Und weiter wird er in der Meldung zitiert:

    Zu seinem 100.
    Geburtstag erinnerte er daran, dass er in seinem Alter eigentlich
    «keine Zukunft» mehr habe: «Ich mache keine Pläne mehr.»

    Das fand ich nachvollziehbar 😉

  • "Ich mache keine Pläne mehr"

    Da musste ich ja doch schmunzeln, obwohl der Anlaß für die Meldung eher traurig ist: Heute starb im Alter von 103 Jahren der spanische Schriftsteller Francisco Ayala. dpa beschreibt ihn als Autor mit funkelnden Augen und guter Gesundheit, bis kurz vor seinem Tod. Und weiter wird er in der Meldung zitiert:

    Zu seinem 100.
    Geburtstag erinnerte er daran, dass er in seinem Alter eigentlich
    «keine Zukunft» mehr habe: «Ich mache keine Pläne mehr.»

    Das fand ich nachvollziehbar 😉

  • Spreepark

    02. November 2009

    Der Spreepark in Berlin war zu DDR-Zeiten ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Nach der Wende wurde aus dem sog. Rummelplatz ein Freizeitpark mit Fahrgschäften, Kraussells, Achterbahn und dem noch zu DDR-Zeiten errichteten, die Skyline prägendem Riesenrad. 2001 wurde er wegen verschiedener Schwierigkeiten geschlossen, die Auffassungen über die Möglichkeiten den Park weiter zu betreiben gingen und gehen, wie immer, bei den Beteiligten weit auseinander. Neulich hatte ich Gelegenheit mit dem über eine GmbH verbundenen Verwalter des Geländes, Norbert Witte, zu sprechen und es war schon sehr interessant, wie die durch Medien bekannte Geschichte von dem abweicht, was der Hauptbeteiligte zu erzählen weiß. Da das hier mein Fotoblog ist, verweise ich für nähere Information auf die Seite von Christopher Flade (die allerdings z.Zt. überarbeitet wird). Außerdem hat der Filmemacher Peter Dörfler einen Dokumentarfilm mit dem Titel „Achterbahn“ über Witte und den Spreepark im Plänterwald gedreht. Dort findet man auch eine Chronologie der Ereignisse. Hier also die Bilder von meinem Spreepark-Rundgang, bei dem auch, als „Revival“ die beiden Clowns Hops und Hopsi auftauchten.

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    Der Park der Dinosaurier

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    Eingang zum ehemaligen Westerndorf

  • Die Langnasen-Opas

    Kuriose Geschichte:

    In den 60ern kamen viele Südkoreanerinnen als „Gastarbeiter“ in die BRD, um als Krankenschwester zu arbeiten. Einige von ihnen heirateten deutsche Männer und mittlerweile sind diese Paare im Rentenalter. Nun sind einige der Paare nach Korea gezogen und zwar in ein „deutsches“ Dorf. Ein Dorf, in das ausschließlich solche Paare gezogen sind und in dem die Häuser in deutschem Stil gebaut worden sind, und in dem sich die deutschen Männer, die kein koreanisch sprechen, mit ihren Frauen nun niedergelassen haben. Sie pflegen ihre deutsche Küche, nehmen aber auch an koreanischen Traditionen teil.

    Und dieses Dorf ist eine koreanische Touristenattraktion. Die einheimischen Koreaner strömen dort in Scharen hin, um sich die so genannten „Langnasen-Opas“ anzusehen. Die Straßen in dem Dorf sind am Wochenende verstopft…

    Es kommt ein Dokumentarfilm über das Dorf demnächst in die Kinos.

  • Ostkreuz, Oktober 2009

    Tägliche Veränderungen am Ostkreuz. Hier Bilder vom 29. Oktober 2009. Wobei das Augenmerk auf den baulichen Veränderungen liegt, also es gibt keine Portraits…
    Zur Galerie

  • Selbstportait

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    Ich stehe links.
    😉